Erneut Lkw-Unfall auf A6

Weinsberg/Region 

Nach dem schweren Lkw-Unfall am Dienstag, kam es am frühen Mittwochmorgen kurz vor 2 Uhr auf der Autobahn 6 zu einem weiteren schweren Verkehrsunfall, in den mehrere Lastwagen verwickelt waren. 

Ein Lastzug und ein Sattelzug standen parkend hintereinander auf dem Standstreifen der A6 in Höhe Weinsberg-Wimmental. Ein 50-jähriger Sattelzugfahrer näherte sich aus Richtung Nürnberg kommend der späteren Unfallstelle, geriet aus unbekanntem Grund nach rechts und prallte gegen den Anhänger eines stehenden Lkw-Zuges, wodurch dieser auf den davor stehenden Sattelzug aufgeschoben wurde.

Der Lastwagenanhänger wurde dabei nach rechts in die Lärmschutzwand gedrückt, wobei der 57-jährige Beifahrer, der zum Unfallzeitpunkt in der Schlafkabine lag, schwer verletzt wurde, ebenso wie der sich auch in der Schlafkabine seines geparkten Sattelzuges befindliche 45-Jährige. 

 

 

Der mutmaßliche Unfallverursacher erlitt leichtere Verletzungen. Außer der Polizei waren mehrere Rettungsfahrzeug und ein Notarzt sowie die Feuerwehr an der Unfallstelle. Die Autobahn musste zur Bergung der Fahrzeuge und zur Erstversorgung der Verletzten voll gesperrt werden. 

Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Bretzfeld ausgeleitet. Im weiteren Verlauf konnte der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. In der Zwischenzeit ist die Unfallstelle vollständig geräumt. Der Verkehr floss nach kurzer Zeit ohne weitere Behinderungen. Am Nachmittag waren die Fahrbahnen der A6, vom Weinsberger Kreuz bis zur Anschlussstelle Neckarsulm, Fahrtrichtung Mannheim wegen hohen Verkehrsaufkommen mit Stau belastet.

(>>Aktuelle Verkehrsmeldungen)

Unfall am Dienstag und viele Folgeunfälle

Nach dem schweren Unfall am Dienstag auf der A6 in Fahrtrichtung Mannheim waren in der Nacht auf Mittwoch umfangreiche Reinigungs- und Sanierungsarbeiten der Fahrbahn erforderlich. Zum Teil musste der Straßenbelag erneuert werden. Diese Arbeiten dauerten bis Mittwochmorgen, 5 Uhr, der Verkehr staute sich, was wiederum neun Folgeunfälle, darunter der schwere Lkw-Unfall am Mittwochmorgen, zur Folge hatte. red/rei

Verkehrsblog

Unseren Reporter Steffen Heizereder haben die Lkw-Unfälle der vergangengen Tag auf seinem Verkehrsblog Mittelspurschleicher und Co. ebenfalls beschäftigt. 

 

 

A6-Unfall: Lkw aufeinander gefahren auf einer größeren Karte anzeigen

 

 

Hintergrund: Bürgermeister fordern sechsspurigen Ausbau

Blechlawinen quälen sich durch Bitzfeld, Schwabbach oder Dimbach, wenn die A6 mal wieder dicht ist. Das nervt die Bretzfelder. „Ich stelle bei vielen eine hohe Resignation fest“, sagt Bürgermeister Thomas Föhl. Die Gemeinde könne nichts machen und werde nicht gefragt. Statt dessen „spielen sich Bund und Land seit Jahren den Ball zu“ – und nichts passiere. Die „parteipolitischen Streitereien“ würden den sechsspurigen Ausbau verhindern. „Das ist ein Trauerspiel, da kann man nur noch den Kopf schütteln.“ Föhl ärgert, dass sich bisher kein Abgeordneter in den betroffenen Orten sehen ließ, um die Staufalle einmal live mitzuerleben.

In Öhringen, so Oberbürgermeister Thilo Michler, „kommt der Verkehr regelmäßig zum Erliegen“, wenn er bei einem A 6-Stau durch die Stadt geleitet wird. „Vom einen Ende bis zum anderen 30 Minuten: Das kann kein Dauerzustand sein.“ Michler hofft, dass sich die Situation etwas entspannt, wenn Ende Oktober die Bauarbeiten an der Ohrnbrücke beendet sein werden. Nur: Andere Baustellen kämen wegen der Landesgartenschau hinzu. Es gebe nur eine Lösung: „die A6 schnellstmöglich auszubauen“.