Betrug durch Wahrsagerinnen

Heilbronn 

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Wie vor einigen hundert Jahren traten am Mittwoch gegen 17 Uhr in Heilbronn zwei Wahrsagerinnen auf. Die Frauen sprachen eine in Kasachstan geborene 56-Jährige am Kiliansplatz auf russisch an und gaben vor, ebenfalls von dort zu stammen.

Die eine Frau prophezeite ihrer Gesprächspartnerin und deren Sohn eine schwere Krankheit. Um zu beweisen, dass die Wahrsagerin Kranke heilen kann, erzählte die zweite Frau, dass ihre Begleiterin ihre Tochter von einer schweren Epilepsi geheilt habe.

Daraufhin erklärte sich die 56-Jährige einverstanden, sich helfen zu lassen. Zur Heilung musste sie nach Hause gehen und 2.000 Euro in bar holen.

Wieder zurück am Kiliansplatz packten die Unbekannten das Geld in einen grauen Waschlappen aus Frottee und umwickelten diesen mit roter Wolle. Das Opfer wurde angewiesen, das Päckchen unter das Kopfkissen zu legen und 40 Tage darauf zu schlafen. Dann sei die Heilung garantiert.

Zuhause angekommen, hatte die Betrogene erste Zweifel und schaute im Päckchen nach. Dort fand sie allerdings kein Geld, sondern lediglich Papierschnipsel.

Die eine der beiden etwa 1,60 Meter großen Täterinnen wird auf etwa 50 Jahre geschätzt, die andere ist wohl etwas jünger. Die Ältere, die sich Berta nannte, hat eine leicht stämmige Figur, schwarze Haare und trug zur Tatzeit eine rosafarbene Jacke. Die andere hat eine normale Figur und blonde, schulterlange, zu einem Zopf gebundene Haare. Sie nannte sich Marina.

Ob die Täterinnen nur Russisch oder auch Deutsch sprechen ist unklar. Wenn das auffällige Duo wieder irgendwo auftritt oder gesehen wird, sollte umgehend die Polizei, auch über den Notruf 110, alarmiert werden. Hinweise auf die beiden Täterinnen gehen an den Polizeiposten Heilbronn-Innenstadt, Telefon 07131 6437615.