Autoscooter-Betreiber sprechen von Bedrohung durch Schusswaffe

Weinsberg 

Am Wochenende ist auf dem Weibertreu-Herbst ein Fahrgeschäft in Flammen gestanden. Angehörige der Betreiberfamilie des abgebrannten Autoscooters sprechen nun davon, dass sie zuvor mit einer Schusswaffe bedroht worden seien. Diese Aussage trafen sie gegenüber Ermittlern. Kriminaltechniker waren am Montag vor Ort.

 

Wie die Heilbronner Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag mitteilten, ist die Ursache für den Brand noch unklar. Die Betreiber des Fahrgeschäfts sind sich sicher: Es handle sich um Brandstiftung. Die Polizei dagegen geht so weit nicht. „Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in ihrer Pressemitteilung weiter. Ein Sachverständiger des Landeskriminalamts schaue sich die Brandstelle an, sagt Polizeisprecher Rainer Köller.

Die Polizei versucht nun zu ermitteln, ob ein angebliches Geschehnis in den Stunden zuvor etwas mit dem Feuer zu tun haben könnte. Laut der Autoscooter-Betreiberfamilie war „eine 40- bis 50-köpfige Personengruppe“ mit ihr in Streit geraten. So wird Familie Schneck aus Wüstenrot in der Pressemitteilung der Polizei wiedergegeben. Als die alarmierte Polizei eingetroffen sei, seien die Unbekannten geflüchtet. „Nachdem die Beamten wieder weg waren, kam ein Mann zurück und bedrohte zwei Familienmitglieder der Betreiber mit einer Schusswaffe.“ Er soll angeblich auch mehrfach geschossen haben.

Einer der beiden Betreiber, Andy Schneck, hatte im Gespräch mit Stimme.de am Sonntagnachmittag noch das Gegenteil behauptet: Es habe bislang keinen Ärger gegeben. Janine Schneck, die Tochter von Mitbetreiber Mario Schneck, wiederum sagt, es habe bereits am Freitagabend Ärger gegeben - allerdings zwischen Jugendlichen, die bei den Toiletten standen. Ihre Familie sei nicht beteiligt gewesen, sondern wollte den Streit lediglich schlichten. Im weiteren Verlauf habe sie die Polizei gerufen.

Polizei sucht Zeugen

Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier Weinsberg, Telefon 07134/9920, zu melden.

Wie berichtet, war bei dem Brand auf dem Weibertreu-Herbstfest gegen 4 Uhr in der Nacht auf Sonntag ein hoher Sachschaden entstanden. Die Polizei beziffert den Schaden auf 300.000 Euro. Nach Polizeiangaben erlitten zwei Männer, Angehörige der Betreiberfamilie, bei Löschversuchen leichte Verletzungen. 

 


Adrian Hoffmann

Adrian Hoffmann

Reporter

Adrian Hoffmann ist Redakteur im Reporterteam der Heilbronner Stimme. Diese Einheit berichtet über das tagesaktuelle Geschehen in der Region und kümmert sich um investigative Recherchen.