A6 nach Lkw-Unfall stundenlang gesperrt

Erlenbach  Erlenbach - Tausende Liter weißer Farbe haben ein Chaos am Weinsberger Kreuz und den Umleitungsstrecken ausgelöst. Bei einem Unfall auf der Autobahn 6 nahe Erlenbach kippte am Montagmorgen ein Lastwagen samt Hänger um.

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Tausende Liter weißer Farbe haben ein Chaos am Weinsberger Kreuz ausgelöst. Bei einem Unfall auf der A6 nahe Erlenbach kippte am Montagmorgen ein Lastwagen samt Hänger um.

Laut Polizei wurden zwei Personen verletzt - darunter der 50 Jahre alte Lkw-Fahrer sowie der Fahrer (49) eines Kleintransporters. 

Die A6 war während der Bergungsarbeiten bis zum Abend in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Vor der Unfallstelle staute sich der Verkehr teilsweise auf mehr als 25 Kilometer Länge. Auch auf den Umleitungsstrecken wurden Autofahrer auf eine harte Geduldsprobe gestellt.

 

 

 

Laut Polizei befuhr der Lkw-Fahrer gegen 8.35 Uhr die A6 in Richtung Nürnberg. Zwischen der Anschlussstelle Neckarsulm und dem Autobahnkreuz, kurz nach dem Parkplatz Sulmtal, geriet der Lastwagen aus bislang unbekannter Ursache samt Anhänger ins Schlingern und stieß mit einem Kleintransporter zusammen.

Im weiteren Verlauf kippte der Lastwagen samt Hänger um, dabei wurde die Bordwand aufgerissen. Die Ladung, bei der es sich teils um entzündliche Stoffe sowie mehrere Tausend Liter Dispersionsfarbe handelte, verteilte sich über die gesamte Fahrbahn.

Drei der mit Farbe gefüllten Fässer wurden durch die Wucht des Aufpralls über die Leitplanken auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Die Fahrer zweier Sprinter konnten einen Zusammenstoß nicht vermeiden und prallten gegen die Behältnisse, die hierbei aufplatzten. Der Inhalt - weiße Farbe - verteilte sich über mehrere Fahrzeuge sowie den Straßenbelag.

Der Lastwagenfahrer sowie der 49-jährige Fahrer des Kleintransporters erlitten bei dem Unfall mittelschwere Verletzungen und mussten mit Rettungswagen in nahegelegene Krankenhäuser eingeliefert werden. Der Sachschaden beläuft sich schätzungsweise auf mehr als 100.000 Euro. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. 

Die umliegenden Feuerwehren waren mit insgesamt 59 Einsatzkräften vor Ort. Ebenso waren acht Kräfte des Rettungsdienstes, die Autobahnmeistereien Öhringen und Ludwigsburg sowie 22 Polizeibeamte im Einsatz. red

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Lkw-Unfall auf der A6 - 15.07. auf einer größeren Karte anzeigen