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Sinkende Prämien für E-Autos sind der falsche Ansatz

Die Neuregelung der Förderung von Elektroautos bringt vor allem Unsicherheit für potenzielle Käufer, meint unser Autor.

Alexander Schnell
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Lesezeit 1 Min

Über die staatliche Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden ist von Anfang an gerungen worden. So war es auch dieses Mal bei den Diskussionen der Ampel. Herausgekommen ist am Ende leider sehr wenig. Sicher schmerzt es viele potenzielle Käufer, dass die Prämien drastisch sinken.

Viel schlimmer ist die Ungewissheit, mit denen die Verbraucher zurückgelassen werden. Denn die Förderung soll nicht mehr bis zu einem gewissen Datum weiterlaufen, sondern nur so lange, bis insgesamt 2,5 Milliarden Euro aufgebraucht sind. Ist dieser Topf leer, gehen die Autokäufer leer aus.

Bei Lieferzeiten von einem Jahr oder teilweise sogar noch länger, werden am Ende viele leer ausgehen, die mit der Förderung gerechnet haben, um den Kaufpreis zu senken. Das ist nicht akzeptabel und der falsche Ansatz, um eine neue Technologie für die breite Masse zu etablieren.

Man darf nicht vergessen: Die lokal emissionsfreien Fahrzeuge sind ein immens wichtiger Baustein, um die CO2-Emissionen deutlich zu senken. Da sind die Pläne für die Neuordnung der Prämien Gift für das noch zarte Pflänzchen Elektromobilität, das in den vergangenen beiden Jahren stetig gewachsen ist.

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Elektroautos können in den nächsten Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten. Dafür muss sich in Zukunft aber mehr ändern als nur der Antrieb der Fahrzeuge. In erster Linie braucht es eine funktionierende Ladeinfrastruktur. Ändern müssen sich auch die Gewohnheiten der Autofahrer.

Denn auch wenn Elektroautos heute vielleicht noch nicht das richtige Gefährt für die lange Urlaubsfahrt ans Meer nach Italien oder in die Berge sind: Ganz sicher sind die fast lautlosen Stromer bereits jetzt für all jene interessant, die tagtäglich von und zur Arbeitsstelle weniger als 100 Kilometer pendeln oder den Großteil ihrer Fahrten in der Stadt zurücklegen.

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