Düsseldorf/Neckarsulm
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Rüstungsboom und Großauftrag bei Rheinmetall

Alle Welt schaut derzeit auf das stark wachsende Rüstungsgeschäft bei Rheinmetall - der Ukraine-Krieg sorgt für große Nachfrage. Dabei gibt es auch in der Automotive-Sparte gute Entwicklungen.

Heiko Fritze
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Lesezeit 1 Min
Rheinmetall
Die Aussicht auf milliardenschwere Bestellungen hat den Aktien von Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall in einem wegen des Ukraine-Kriegs schwachen Markt Rückenwind verliehen.  Foto: Federico Gambarini/dpa

Der Panzer- und Artillerie-Hersteller Rheinmetall geht davon aus, dass er sein Geschäft mit der Bundeswehr künftig verdoppelt. In den vergangenen Jahren habe man pro Jahr etwa zwei Milliarden Euro vom Bund bekommen, künftig dürften es mindestens vier Milliarden Euro pro Jahr werden, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger in Düsseldorf bei der Hauptversammlung des größten deutschen Rüstungskonzerns. Voraussetzung hierfür sei, dass der Anteil an den jährlichen Bundeswehr-Investitionen mindestens gleich bleiben werde. Schon im vergangenen Jahr machte die Firma glänzende Geschäfte - ein "Rekordjahr" für die Rheinmetall, sagte Papperger. Dieser Aufschwung solle sich nun beschleunigen.

Größter Auftrag für KS Huayu

Dazu dürfte auch die Automotive-Sparte mit Kolbenschmidt, Pierburg und KS Huayu beitragen. Die Neckarsulmer Aluminiumgießerei verkündete am Tag der Hauptversammlung ihren bislang größten Auftrag: Für einen deutschen Autohersteller wird sie Tragplatten für Batteriekomponenten herstellen. Der Auftrag habe einen Wert von 170 Millionen Euro und werde in Neckarsulm bearbeitet. Damit erweitere das Unternehmen konsequent die Produktreihe für Komponenten zur E-Mobilität. Serienstart soll 2024 sein, die laufzeit reicht demnach bis 2033. Das crash- und zertifizierungs-relevante Aluminiumgussteil müsse dabei höchsten Sicherheitsstandards genügen und stelle hohe Anforderungen an den Gießprozess sowie die Folgeprozesse.

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