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Es zeigt sich gerade einmal mehr, wie wichtig Schulen für alle Kinder sind

An vielen Orten in der Region funktioniert es sehr gut, dass ukrainische Kinder und Jugendliche in den Kitas und Schulen integriert werden. Das hilft den Flüchtlingen.

Simon Gajer
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Lesezeit 1 Min

Während des Corona-Fernunterrichts hat die Gesellschaft zum ersten Mal erlebt, wie wichtig Schulen für Kinder und Jugendliche sind: Dort werden sie unterrichtet, aber mindestens genauso bedeutend sind die Bildungsstätten für das Wohlbefinden und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Sie verbringen in Klassenzimmern und auf Schulhöfen so viele Stunden, sie erfahren gerade hier das wichtige Miteinander. Das gilt genauso für die Schüler, die vor dem russischen Angriffskrieg aus ihrer ukrainischen Heimat fliehen mussten.

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Zum Glück gelingt es in der Region Heilbronn an vielen Orten sehr gut, die Kinder in Schulen und Kitas zu integrieren. Zwar steht bei den Lehrern der Unterricht ganz offiziell im Fokus, aber alle Bildungsexperten wissen: Den Flüchtlingen tut es genauso gut, einfach nur unter Gleichaltrigen zu sein, zu kicken und sich zu amüsieren - ohne dabei den ganzen Tag zum Handy zu greifen und die neuesten Schreckensnachrichten aus der Heimat zu lesen.

Die meisten Ukrainer wünschen sich, schnellstmöglich zurück in ihre Heimat zu gehen. Wann dies wieder sicher möglich ist? Leider weiß das niemand. Deshalb müssen auch ukrainische Lehrer eine Chance haben, schnell an öffentlichen Schulen unterzukommen.

Doch das scheitert erstmal an der deutschen Bürokratie: Online-Formulare werden von ukrainischen Pädagogen ausgefüllt, und dann geschieht zum großen Bedauern der Bildungsgewerkschaft GEW über Wochen nichts. Das Land tut sich keinen Gefallen, wenn es diese engagierten Lehrer nicht umgehend einsetzt.

 

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