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Zur Saison des TSG: Leichtfertig

Die Talfahrt der TSG Hoffenheim wird zur Hypothek für den Trainer Sebastian Hoeneß, meint unser Autor.

Florian Huber
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TSG 1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen
Leverkusens Torschütze Moussa Diaby (l) jubelt mit Mannschaftskollegen über das Tor zum 2:2.  Foto: Uwe Anspach/dpa

Man kann es natürlich auch so sehen: Saisonziel erfüllt. Besser als in der Vorsaison wollte die TSG Hoffenheim diese Spielzeit abschließen, vor einem Jahr gelang mit einem starken Schlussspurt noch Rang elf. Glücklich macht Rang acht oder neun nun niemand im Kraichgau, weil den Hoffenheimern am Ende zu plötzlich die Luft ausging.

So leichtfertig hat die TSG 1899 im Endspurt noch nie ein Europapokal-Ticket verspielt. Es hätte ja nur einer durchschnittlichen Bilanz bedurft, acht Punkte mehr in diesen acht Spielen gegen Teams wie Fürth, Hertha BSC oder Bochum und die Kraichgauer wären sicher für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert gewesen.

Andere haben in dieser Spielzeit aus weniger viel mehr gemacht. Union Berlin trotz langer Dreifach-Belastung mit Conference League und DFB-Pokal, der 1. FC Köln als Fast-Absteiger der Vorsaison, der Pokal-Finalist SC Freiburg. Alle drei Clubs verfügen nicht über einen besseren, breiteren oder teureren Kader. Einiges, aber nicht alles lässt sich mit Verletzungspech erklären. Besonders für Trainer Sebastian Hoeneß ist die Talfahrt der vergangenen Wochen eine Hypothek, die er in sein drittes Trainerjahr beim Kraichgauclub mitnimmt. Sein Vertrag läuft 2023 aus, die Ergebnisse der vergangenen Woche sind keine gute Argumentations-Grundlage für den 39-Jährigen in eigener Sache.

 

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