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Homeoffice: Kein Zurück

Homeoffice oder zurück ins Büro? Das ist nicht die zentrale Frage. Hybriden Arbeitsmodellen gehört die Zukunft, glaubt unser Autor.

Jürgen Paul
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Lesezeit 1 Min

Die Arbeitswelt wird komplexer und flexibler − das steht seit der Corona-Pandemie fest. Das ganze Land war 2020 überrascht, wie problemlos große Teile der Wirtschaft plötzlich von zu Hause aus arbeiteten. Und zahlreiche Studien belegen, dass die Mitarbeiter im Homeoffice nicht weniger produktiv sind als im Büro.

So überrascht es nicht, dass viele Beschäftigte auch nach der Pandemie nicht auf die Vorzüge des mobilen Arbeitens verzichten wollen: Sie sparen sich die Anfahrt zum Betrieb und damit Zeit und Geld − und der Umwelt tut das ohnehin gut. Und sie sind wesentlich flexibler, wenn es darum geht, familiäre Verpflichtungen mit dem Arbeitsalltag in Einklang zu bringen.

Gleichwohl sprechen auch viele Argumente für die Rückkehr ins Büro. Der persönliche Kontakt zu den Kollegen fehlt den meisten Beschäftigten, auf kurzem Dienstweg lassen sich viele Dinge schneller klären als im Videogespräch. Zudem leidet die Loyalität zum Arbeitgeber, wenn man nie im Betrieb ist.

Es ist eine große Herausforderung für Arbeitgeber, Betriebsräte und Gewerkschaften, hybride Arbeitsmodelle zu entwickeln, die den Bedürfnissen und Notwendigkeiten beider Seiten Rechnung tragen. Doch ein Zurück zur Arbeitswelt vor Corona wird es nicht geben. Wer als Arbeitgeber wie Elon Musk stur an der Präsenzpflicht festhalten will, kann dabei zusehen, wie ihm die Mitarbeiter davonlaufen.

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