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Das Baurecht ist eine Großbaustelle

Genehmigungsverfahren für Bauprojekte ziehen sich zunehmend in die Länge. Das hat viele Ursachen. Im komplexen Bereich des Baurechts ist vor allem eine Deregulierung geboten, um Verfahren zu verschlanken und zu beschleunigen, meint unser Autor.

Andreas Zwingmann
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Lesezeit 1 Min
Wohnungsbau Haus
Doch ist Bauvorhaben beantragt, heißt es für die meisten Häuslebauer: Warten.  Foto: dpa

Betongold boomt nach wie vor. Für viele Menschen ist das Eigenheim eines der großen Lebensziele. Doch ist das Vorhaben endlich beantragt, heißt es für die meisten Häuslebauer: Warten. Und das dauert vielen zu lange. Sie wollen Planungs- und Finanzierungssicherheit für ihr Projekt. Zwischen einem und vier Monaten kann es laut dem Serviceportal des Landes in der Regel dauern, bis die ersehnte Baugenehmigung erteilt wird.

Die Tendenz geht dabei wohl eher in Richtung oberes Ende. Dass die Landratsämter als Untere Baurechtsbehörden wie in Heilbronn oder im Neckar-Odenwald-Kreis ihr Personal aufgestockt haben oder dies planen, geht in die richtige Richtung. Mehr Manpower allein wird jedoch nicht ausreichen, um die hohe Zahl der Anträge zu bewältigen und Genehmigungen zu beschleunigen - zumal den Behörden bei der Besetzung der Fachkräftemangel dazwischen grätscht.

Quadratur des Kreises

Nachvollziehbar ist aber auch, dass die Absicht, ein komplexes Thema wie das Baurecht zu deregulieren, der Quadratur des Kreises gleichkommt. Die Wege zwischen Bauherren und Behörden sind eher länger als kürzer geworden. Zwar ist auch bei Kommunen mit eigener Behörde nicht alles Gold, was glänzt, doch das Ziel sollte sein, diese Wege zu verkürzen. In Ilsfeld ist man da bereits einen Schritt weiter: Die Gemeinde hat sich 2010 bereits die Zuständigkeit übertragen lassen.

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