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Friesland-Campina: Wenn die Mitarbeiter übernommen werden, hat der Standort Heilbronn eine Perspektive

Der Verkauf der Campina-Werke an Müller bietet eine Chance, findet unser Kommentator.

Jürgen Paul
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Lesezeit 1 Min

Die entspannten bis positiven Reaktionen von Betriebsrat und Gewerkschaft lassen erahnen: Dass Friesland-Campina sein Deutschlandgeschäft an die Müller-Gruppe verkauft, muss kein Schaden für die betroffenen 1000 Beschäftigten in den Werken Heilbronn, Schefflenz und Köln sein.

Denn mit dem Verkauf geht eine lange Phase mit Verlagerungen, Umstrukturierungen und Stellenabbau zu Ende. In den Szenarien des niederländischen Molkereiriesen war auch die Schließung eines oder mehrerer deutscher Werke eine Option. Dazu kommt es nun glücklicherweise nicht.

Wie es mit dem traditionsreichen Standort an der Wimpfener Straße in Heilbronn und den Werken in Schefflenz und Köln weitergeht, ist aber noch nicht geklärt. Insofern bleibt den Mitarbeitern die altbekannte Unsicherheit noch eine Weile erhalten. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass die Müller-Gruppe die Standorte und die damit verbundenen Marken nicht kauft, um sie anschließend kaputtzusparen.

Vielmehr stärkt Müller mit Landliebe, Südmilch, Tuffi und Co. seine Vormachtstellung auf dem deutschen Molkereimarkt, der für die Niederländer offensichtlich nicht mehr sonderlich attraktiv ist. Wenn die Mitarbeiter wie angekündigt alle übernommen werden und zudem in die Werke investiert wird, haben die Standorte tatsächlich die Perspektive, die sich Arbeitnehmervertreter seit Jahren wünschen.

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