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Die Schwimmbadkrise kommt im Herbst, wenn Hallenbäder geheizt werden müssen

Bäder reagieren bereits auf höhere Energiekosten, etwa, indem sie die Wassertemperatur in den Becken senken. Doch richtig ernst wird es erst im Herbst, meint unsere Autorin.

Ulrike Plapp-Schirmer
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Lesezeit 1 Min
Tipps und Tricks, damit die Hitze Spaß macht
Erste Gemeinden starten mit niedrigeren Wassertemperaturen in die Saison. Foto: dpa  Foto: Julian Stratenschulte (dpa)

Wenn die Schwaben und Badener eines können, dann sparen. Und so sieht es im Moment danach aus, dass die Badbetreiber in der Region gewappnet sind für ein Szenario, wie es die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen gerade entworfen hat.

Zahlreiche Anlagen sind frisch saniert und mit Solar gut aufgestellt. Erste Gemeinden starten mit niedrigeren Wassertemperaturen in die Saison. Im Freibad stößt das auf Akzeptanz. In den Hallenbädern der Kurstädte Bad Rappenau und Bad Wimpfen, wo Gäste aus gesundheitlichen Gründen die wohltuende Wirkung von warmem Wasser suchen, ist das Absenkung der Wassertemperatur ohne Kritik nicht möglich: Mit Mehrkosten von 80.000 Euro rechnet der Geschäftsführer der Bad Wimpfener Kur, Kämmerer Alexander Kempf, in diesem Jahr.

Das zeigt, dass die DGfdB mit ihrem Thesenpapier auf der Höhe der Zeit ist.

Dass auch Deutschland die Auswirkungen der mit dem Krieg verbundenen Sanktionen gegen Russland zu spüren bekommt: Mögliche Einschränkungen beim Badevergnügen sind da nur ein weiteres Beispiel. Verkraftbar, aber dennoch ein Zeichen, dass es kühler wird. Je länger dieser Krieg dauert, desto klarer wird, dass die aktuelle Diskussion nur ein Vorbote der Schwimmbadkrise ist, die noch kommt: Dann nämlich, wenn ab Herbst die energieintensiveren Hallenbäder geheizt werden müssen.

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