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Audi sollte sich nicht zu lange über gute Zahlen freuen

Der Autobauer kommt gut durch die Krise, aber jetzt müssen zügig neue Modelle her, findet unser Autor.

Alexander Schnell
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Lesezeit 1 Min

Inmitten zahlreicher Krisen rund um den Globus lässt Audi mit dem besten Halbjahresergebnis in der Unternehmensgeschichte aufhorchen. Selbst wenn man den Anteil der Konzernschwester Bentley und die Sondereffekte durch Rohstoffsicherungsgeschäfte herausrechnet, hat der Autobauer starke Zahlen vorgelegt. Es klingt verrückt, aber das Marktumfeld spielt Audi und der Konkurrenz in die Karten.

 

Engpässe bei Bauteilen infolge des Ukraine-Krieges und zahlreiche Unterbrechungen von Lieferketten haben dem Autobauer eine gute Preisposition verschafft. Soll heißen: Hohe Nachfrage trifft auf ein verknapptes Angebot. Die Marken aus dem Konzern - Audi, Lamborghini, Ducati und Bentley - können also weitestgehend auf Rabatte verzichten und hohe Preise durchsetzen.

Die Konkurrenz ist voraus

Die guten Halbjahreszahlen sind allerdings trügerisch. BMW und Mercedes bringen derzeit viele Neuheiten auf den Markt, vor allem E-Autos. Bei Audi herrscht hingegen Flaute. Mehr noch. Die sehnlich erwarteten Modelle verzögern sich wegen Problemen mit der Software immer mehr nach hinten.

Der neue VW-Konzernboss Oliver Blume und Audi-Chef Markus Duesmann müssen diese Probleme schnell in den Griff bekommen. Sonst hat die Marke mit den vier Ringen in den nächsten Jahren das Nachsehen.

 

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