Heilbronn
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Stimm-O-Mat: Kranenstraße und Parkplätze sorgen für Zündstoff

Mehr als 5000 Menschen haben sich mit dem Stimm-O-Mat einen Überblick über die Kandidaten für den neuen Heilbronner Gemeinderat verschafft. Wir haben analysiert, bei welchen Themen die Kandidaten unterschiedlicher Meinung sind.

Von Christine Faget
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Kranenstraße Stimm-O-Mat
Bei der Stimm-O-Mat-These über die Öffnung der Kranenstraße nach der Buga sind die Kandidaten geteilter Meinung. Foto: Christine Faget

 

Wen soll ich wählen? Wer sich diese Frage stellt, kann seit Mitte April beim Stimm-O-Mat Thesen zu aktuellen Heilbronner Debatten beantworten und seine eigene Meinung mit der von 238 Kandidaten vergleichen. An dem Projekt der Heilbronner Stimme haben bisher mehr als 5000 Menschen teilgenommen. Doch welche Themen sorgen für den meisten Diskussionsstoff?

Hierzu haben wir die Antworten der 238 Kandidaten analysiert, die die Thesen beantwortet haben. Das sind rund 70 Prozent aller Bewerber um die Sitze im Heilbronner Gemeinderat.

 

Sollen die Parkplätze in der Innenstadt reduziert werden?

Das Ergebnis: Besonders uneinig sind sich die Kandidaten bei These drei "Die Zahl der Parkplätze in der Innenstadt soll reduziert werden, um weniger Autos in die Stadt zu locken." 44 Prozent stimmen der These zu, 47 Prozent stimmen ihr nicht zu.

Ein Argument dagegen ist beispielsweise, dass die Leute länger nach Parkplätzen suchen müssten und dadurch wiederum mehr Abgase in die Luft pusteten. Außerdem benötigten gerade ältere Menschen Parkplätze nahe der Innenstadt.

Argumente dafür sind, dass weniger Parkplätze in der Innenstadt die Lebensqualität der Bewohner erhöhe, und dass stattdessen außerhalb Parkraum geschaffen und das öffentliche Nahverkehrs-Angebot verbessert werden müsse.

Manche wollen die Kranenstraße nach der Buga nur für Fahrräder öffnen

Auch These 15 "Die Kranenstraße bei der Experimenta soll nach der Buga wieder für den Autoverkehr geöffnet werden" sorgt für Zündstoff. 48 Prozent sind dafür, 40 Prozent dagegen. Argumente der Befürworter sind beispielsweise, dass die Kranenstraße dringend gebraucht werde, um den Verkehr in der Gerberstraße zu entlasten. Einige wollen deren Straßenführung jedoch verändern.

Kandidaten, die die These ablehnen, begründen dies unter anderem damit, dass sie eine reine Fahrradstraße wünschen. Ein weiteres Argument ist, dass der Erholungsraum an der Experimenta bestehen bleiben soll.

Das Thema Kulturförderung scheint besonders komplex zu sein

Besonders komplex scheint These Nummer 18 zu sein: "Die Stadt Heilbronn gibt jährlich rund 20 Millionen Euro für die Kulturförderung aus. Dieser Betrag soll erhöht werden." 33 Prozent stimmen der These zu, 34 Prozent enthalten sich und 33 Prozent lehnen die These ab.

Diejenigen, die "Neutral" votiert haben, begründen meist, dass die jetzige Summe ausreiche und auch nicht reduziert werden soll. Häufiges Pro-Argument ist, dass die freie Kulturszene mehr Förderung brauche. Gegner der These sprechen sich unter anderem dafür aus, dass 20 Millionen Euro bereits sehr viel sei und das Geld lieber in andere Projekte investiert werden sollte.

 

Podiumsdiskussion auf dem Campus Sontheim

Am Mittwoch, 8. Mai, diskutieren junge Kandidaten um 19 Uhr in der Aula auf dem Campus Sontheim der Hochschule Heilbronn. Das Asta-Referat Politik hat dazu Vertreter der fünf im Heilbronner Gemeinderat vertretenen Fraktionen eingeladen. Für die CDU ist Christian Maier dabei, für die SPD Niklas Anner, für die Grünen Isabell Steidel, für die Freien Wähler Stadtrat Malte Höch und für die FDP Michael Baum.

Die Themen orientieren sich unter anderem an den Thesen aus dem Stimm-O-Mat: Es geht um Mobilität, Wohnungsnot, Großprojekte und die Gestaltungsmöglichkeiten der Kommunalpolitik. Moderiert wird die Veranstaltung von Stimme-Redakteur Christian Gleichauf.

 

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