Stimm-O-Mat
Lesezeichen setzen Merken

So läuft der Stimm-O-Mat

Wer sich die Nutzerdaten Stimm-O-Mats genauer anschaut, kann grob einordnen, wie das Angebot bei den Usern ankommt: Vor allem die jüngere Zielgruppe beschäftigt sich mit den kommunalpolitischen Thesen für Heilbronn. Ein paar davon scheinen besonders strittig zu sein.

Von unserer Redaktion
  |  
Stimm-O-Mat
Rund 60 Prozent der User greifen über ihr Smartphone auf den Stimm-O-Mat zu. Foto: Andreas Veigel

Seit vier Wochen beschäftigen sich die Stimme-Leser mit dem Stimm-O-Mat. Dort gewinnen sie einen Überblick über die Kandidaten, die bei der Kommunalwahl in Heilbronn antreten. Kurz vor der Wahl am Sonntag ist es höchste Zeit, eine Frage zu beantworten: Wie kommt der Stimm-O-Mat bei den Lesern an? Die Antwort liefert Google Analytics. Die Redaktion nutzt das Tool, um zu analysieren, wie Leser das Webangebot der Heilbronner Stimme nutzen.

Am 18. April wurde der Stimm-O-Mat veröffentlicht. Seither haben sich rund 8500 Leser mit den Thesen auseinandergesetzt, wobei nicht alle bis zur individuellen Auswertung am Ende dranbleiben: Gut 6000 User haben sich die Auswertung über die 40 Kandidaten mit der größten Übereinstimmung angesehen. Die Nutzer beschäftigen sich knapp vier Minuten mit dem Stimm-O-Mat - im Schnitt. Im Einzelfall deutlich länger.

Wer interessiert sich für den Stimm-O-Mat?

Knapp zwei Drittel sind Männer. Zudem zeigt die Hochrechnung von Google Analytics, dass die Nutzer vergleichsweise jung sind: Ein Drittel ist zwischen 25 und 34 Jahre alt, 20 Prozent sind zwischen 35 und 44. Beide Altersgruppen beschäftigen sich überdurchschnittlich lange mit dem Projekt: vier Minuten. Rund 60 Prozent der Leser greifen über ihr Smartphone auf den Stimm-O-Mat zu - und das zum Großteil von Standorten in Baden-Württemberg.

Nutzer und Kandidaten ticken teils unterschiedlich

Besonders strittiges Thesen sind folgende: 

Bei vier Thesen gibt es eine größere Diskrepanz zwischen den Antworten der Nutzer und denen der Kandidaten: Der Aussage "Heilbronn soll die Gewerbesteuer erhöhen, um mehr Geld für Infrastruktur, soziale und kulturelle Zwecke zur Verfügung zu haben" stimmen nur 13 Prozent der Kandidaten zu, aber immerhin 35 Prozent der Nutzer.

Mit der Saarlandstraße scheinen besonders viele Nutzer nichts anfangen zu können. 39 Prozent sind hier unentschlossen. Dazu kommt: Keine andere These wurde so oft übersprungen wie diese. Von den Kandidaten haben hingegen nur 15 Prozent mit "Neutral" gestimmt. Zur Erinnerung: Die Saarlandstraße soll verlängert werden, um die westlichen Stadtteile und besonders Frankenbach vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Weil das Land das Projekt vorerst nicht finanziell unterstützt, wurde es auf Eis gelegt, könnte aber wieder in Angriff genommen werden. Fast 70 Prozent der Kandidaten lehnen ab, das Projekt zu begraben. Nur 42 Prozent der Nutzer wollen, dass die Pläne weiter verfolgt werden. Besonders viele Nutzer haben bei dieser These mit "Neutral" gestimmt.

"Um die Innenstadt gastronomisch zu beleben, müssen weitere Zugeständnisse bei Lärmschutz und Anwohnerrechten gemacht werden", lautet eine anderes strittiges Thema. 40 Prozent der Nutzer stimmte zu, aber nur 16 Prozent der Kandidaten. Zwischen drei und vier Prozent der User haben Thesen übersprungen. 


Stimm-O-Mat: Bis zur Kommunalwahl am Sonntag, 26. Mai, ist das Projekt noch auf www.wahl.stimme.de verfügbar. Sie haben Fragen oder Kritik für uns? Schreiben Sie uns eine Mail an stimmomat@stimme.de. 

 

Kommentar hinzufügen
Kommentar hinzufügen
  Nach oben