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Thomas Utz, SPD, Wahlkreis Neckar-Zaber

32-jähriger Thomas Utz aus Murr tritt bei der Bundestagswahl als Kandidat der SPD im Wahlkreis Neckar-Zaber an.

Freidhelm Römer
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Zukunftsfragen im Fokus
Thomas Utz ist der Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis 266 Neckar-Zaber für die Wahl am 26. September. Utz ist Zweiter Vorsitzender des TC Murr. Foto: Römer

Für Thomas Utz ist es der zweite Anlauf für den Sprung in den Bundestag. Der 32-Jährige aus dem Wahlkreis 266 Neckar-Zaber hatte im September 2017 vergeblich versucht, ins Parlament zu einzuziehen.

Utz, 1989 in Dresden geboren und ein Jahr später mit den Eltern in den Westen nach Murr gekommen, hat Betriebswirtschaft, internationales Rechnungswesen und Unternehmensrecht an der dualen Hochschule in Stuttgart studiert. Durch seinen Vater - ein Bauingenieur, der durch die SPD-Größen Willi Brandt und Helmut Schmidt geprägt wurde - kam Thomas Utz als 16-Jähriger zur Partei. Zehn Jahre lang war er bei einer großen deutschen Bank als Berater für Unternehmensfinanzierungen tätig. Seit zwei Jahren ist er in der Automobilindustrie unterwegs. Hier betreibt er Risikomanagement, bewertet Zulieferer im Hinblick auf die Funktionsfähigkeit der Lieferketten.

Transformation wirft Fragen auf

Welche Antworten hat er auf die Frage, wie die Transformation in der Arbeitswelt gelingen kann, in einer Zeit, in der Banken in großem Stil Filialen schließen, die Automobilindustrie vom Verbrennermotor auf E-Mobilität umrüstet und Arbeitsplätze wegfallen, wohin man auch blickt? "Ich habe kein Patentrezept, und ich mache mir auch Sorgen um die Zulieferer", sagt Utz, der in seiner Heimatgemeinde Murr im Gemeinderat und im Kreistag in Ludwigsburg sitzt sowie Zweiter Vorsitzender beim örtlichen Tennisclub ist. "Die Sicherung der Arbeitsplätze hat für mich eine hohe Priorität."

Kompetenz in Wirtschaftsthemen

Im Bereich der Wirtschaftspolitik bringe er fachliche Kompetenz und Leidenschaft mit und würde sich, für den Fall seiner Wahl am 26. September in den Bundestag, gerne im Wirtschafts- oder Haushaltsausschuss einbringen. Utz setzt auf Bildung und Weiterbildung, lebenslanges Lernen und beschwört das Tüftler- und Forscher-Gen im Land. Neue Jobprofile seien nötig und ein fürsorgender Sozialstaat. Ein weiteres Zukunftsthema ist der Klimaschutz. "Da brauchen wir mehr Geschwindigkeit", sagt er und hat dabei unter anderem die Windkraft und die Solarenergie im Blick. Schließlich will die SPD die Klimaneutralität bis 2045 erreichen. Hausbesitzer sollen staatliche Unterstützung erhalten, wenn sie ihr Eigentum sanieren. Beim Ausbau der E-Mobilität müsse auch die Infrastruktur der Ladesäulen mitwachsen. "Klimaschutz muss auf allen Ebenen etwas bewegen."

Auch das Thema Wohnen treibt ihn um. Für den Wohndruck müssten dringend Lösungen gefunden werden. Als Gemeinderat der 6800-Einwohner-Kommune Murr sieht er sich seit geraumer Zeit mit der Problematik von wachsendem Wohnraumbedarf auf der einen und schwindenden Flächen auf der anderen Seite konfrontiert.

 
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