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Lars Maximilian Schweizer, Grüne, Wahlkreis Neckar-Zaber

Lars Maximilian Schweizer ist Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Neckar-Zaber.

Claudia Kostner
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Was Sport und Politik verbindet
Lars Maximilian Schweizer am Neckar bei Kirchheim. Im Wahlkampf besucht er alle 39 Kommunen seines Wahlkreises Neckar-Zaber. Foto: Claudia Kostner

"Mein Ziel ist es, als erster grüner Abgeordneter des Wahlkreises Neckar-Zaber in den Bundestag einzuziehen", sagt Lars Maximilian Schweizer. Mit Platz 33 auf der Landesliste ein ehrgeiziges Vorhaben. "Ich kämpfe um jede Stimme und bin bereit, Verantwortung zu übernehmen", ist der in Ludwigsburg-Poppenweiler aufgewachsene Schweizer fest entschlossen.

Verantwortung und Zusammenhalt sind Begriffe, die für den 28-Jährigen sowohl im Sport als auch in der Politik im Vordergrund stehen. Sein halbes Leben ist er Fußballtrainer. Seit fünf Jahren coacht er die erste Herrenmannschaft der DJK Ludwigsburg. Im Verein finde zum Beispiel auch Integration von Geflüchteten statt, so Schweizer.

Verantwortung für die Zukunft

Verantwortung zu übernehmen für eine Welt, die auch für Kinder und Kindeskinder seines einjährigen Sohnes noch lebenswert ist, hat ihn motiviert, für den Bundestag zu kandidieren. "In meinem Wahlkreis, der wirklich riesig ist, steht nur ein Windrad. Das treibt mich um."

Die Politik ist kein unbekanntes Terrain für Schweizer. Als Praktikant bei einer Beratungsfirma durfte er nach der Bundestagswahl 2017 die Jamaika-Verhandlungen miterleben, lernte Cem Özdemir kennen. "Da bin ich den Grünen beigetreten", blickt Schweizer zurück.

Seine weitere berufliche Laufbahn nach Geschichts- und Jurastudium in Tübingen führte ihn in die Büros des Landtagsabgeordneten Daniel Lede Abal und von Umweltministerin Thekla Walker. Aktuell ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter von Staatssekretär Dr. Andre Baumann. Die Parallelen zwischen Hobby und Politik ziehen sich durch wie ein roter Faden: Teile seines Wahlkreises kennt Schweizer schon durch familiäre Verbindungen. Als Trainer und Schiedsrichter war er so manches Wochenende hier unterwegs. "Man lernt auf dem Fußballplatz auch die Menschen ganz gut kennen", findet der Älteste von drei Geschwistern. An den Menschen an Neckar und Zaber schätzt er deren "feste Verwurzelung in der Heimat". Eine Eigenschaft, die er auch für sich selbst beansprucht.

Auf Wahlkampftour durch 39 Städte und Gemeinden

Die Rathauschefs von 39 Kommunen besucht Schweizer im Wahlkampf persönlich. Von Tür zu Tür, in Gartengesprächen, bei Wanderungen, auf Marktplätzen oder Social Media wirbt er um Stimmen.

Beim Kampf gegen den Klimawandel "auf die Tube drücken", will der Direktkandidat. Großprojekte wie Suedlink von Norddeutschland zum Umspannwerk Großgartach bräuchten Zeit. Vor Ort sei kurzfristig mehr möglich, etwa Wind- oder Agrarsolarparks. In Sachen Mobilität setzt er unter anderem auf Reaktivierung von Bottwartal- und Zabergäubahn.

Zu seinen Themen gehört auch die Digitalisierung der Verwaltungen: "Warum kann ich meinen Personalausweis nicht online beantragen?" Sei es die Förderung von Innovationen oder die ökologische Modernisierung: In Lars Maximilian Schweizers Augen allesamt Bereiche, "in denen in den letzten 16 Jahren zu wenig passiert ist".

 
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