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Konrad Wanner, Die Linke, Wahlkreis Heilbronn

Der Heilbronner tritt bei der Bundestagswahl wieder für Die Linke an. Bezahlbarer Wohnraum, Klima- und Mobilitätswende sind seine Themen.

Sabine Friedrich
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Sozial und gerecht lautet das Credo von Konrad Wanner
Nach 2017 kandidiert Konrad Wanner erneut für Die Linke für den Bundestag. Er will für die Position seiner Partei kämpfen. Foto: Andreas Veigel

Schon 2017 trat Konrad Wanner bei der Bundestagswahl an. Damals erreichte er 4,6 Prozent bei den Erststimmen, 5,7 Prozent bekam die Partei bei den Zweitstimmen. Zumindest dieses Ergebnis zu halten, ist das Ziel des Kandidaten der Linken im Wahlkreis Heilbronn - "und ein bisschen mehr", fügt der 64-Jährige hinzu. "Frieden, soziale Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit", nennt er als Wahlkampfslogan.

Es geht ihm nicht nur um seine persönlichen Chancen

Für diese Positionen will der Heilbronner, der seit 2019 im Gemeinderat ist, kämpfen. Deshalb stellt er sich erneut dem Wählervotum, wenngleich es eigentlich aussichtslos ist, dass er in den Bundestag einziehen wird. "Es geht nicht nur um die persönlichen Chancen", meint Wanner.

Bundesweite Themen lokal verankern

Die Aufrüstung zu stoppen, ist eine Forderung des Kandidaten. Die frei werdenden Mittel könnten sinnvoller für Schulen, in den Wohnungsmarkt und in die Mobilitätswende investiert werden, etwa in den zweispurigen Ausbau der Bahnbrücke in Züttlingen. "Bundesweite Themen muss man lokal verankern", sagt der verheiratete Familienvater einer Tochter.

Von Mietsteigerungen sei die Stadt Heilbronn in höchstem Maße betroffen. "Wir brauchen einen Mietdeckel", so der gelernte Maschinenbautechniker, der seit Oktober 2020 in Rente ist. Er weist auf die Position der Linken hin, die Wohnbaugesellschaften langfristig zu kommunalisieren, damit Wohnraum bezahlbar wird.

Öffentlicher Nahverkehr muss kostenlos werden

Der Klimawandel "als ganz großes Thema" dürfe nicht zu Lasten des ärmeren Teils der Bevölkerung vollzogen werden. Klimagerechtigkeit ist hier das Stichwort für Wanner. Deshalb müssten auch Vermietern eine CO2-Abgabe bezahlen. Geld werde benötigt für die Reaktivierung stillgelegter Strecken wie die Zabergäubahn. Ein 365-Euro-Jahresticket gehört für ihn zur Mobilitätswende, langfristig dann kostenloser öffentlicher Nahverkehr. Soziale Gerechtigkeit impliziert für den Linken-Kandidaten ein Steuerentlastungsprogramm, das durch die Einführung einer Vermögenssteuer finanziert werden könne. In die Rentenkasse müssten auch Beamte und Selbstständige einzahlen.

Er steht zu seiner Vergangenheit in der DKP

Konrad Wanner beobachtet, dass der Wähler noch wenig aufgeschlossen gegenüber politischen Themen sei. "Der Wahlkampf ist noch verhalten", meint der Heilbronner, den ab den 1970er Jahren die Friedensbewegung und die Gewerkschaftsjugend prägten. "Ich stehe dazu, dass ich in der DKP war", sagt der ehemalige Betriebsrat bei der Firma Kaco. 1983 trat er unter dem Motto "Die Atomheide muss wieder zur Waldheide werden" bei der OB-Wahl in Heilbronn an. 1991 verließ er die DKP und fand 2015 eine neue politische Heimat bei der Linken.

 
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