Kandidatenporträt
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Die kleinen Parteien: Ökologie, digitaler Wandel und Solidarität

Drei kleinere Parteien treten mit eigenen Kandidaten bei der Bundestagswahl an. Ein Überblick.

Von Peter Hohl
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Neun Parteien treten bei der Bundestagswahl am 24. September mit eigenen Kandidaten im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe an. Die Bewerber der sechs in Bundes- und/oder Landtag vertretenen Parteien (CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP, AfD) stellt diein den kommenden Ausgaben ausführlich vor. Hier die drei weiteren Bewerber im Kurzporträt (der Text basiert auf schriftlichen Auskünften der Kandidaten):

Ökologie, digitaler Wandel und Solidarität
Friedrich Zahn, ÖDP

Friedrich Zahn (ÖDP): Den Einsatz für eine ökologische Steuerreform für Arbeit und Umwelt nennt der Direktkandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei als seinen politischen Schwerpunkt. Dazu will er die Lohnzusatzkosten senken und im Gegenzug die Energie höher besteuern. "Dadurch sollen die Rahmenbedingungen geschaffen werden für einen sorgsamen Umgang mit den begrenzten Rohstoffen und der Energie und für auskömmlich bezahlbare Arbeit", so Zahn.

Der 65-jährige Lehrer im Ruhestand (Mathematik und Sport am Gymnasium) lebt in Gaildorf, ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. Zahn engagiert sich als Posaunenchorleiter. Der ÖDP gehört er seit 1980 an und vertritt die Partei seit Mitte der 90er Jahre mit Unterbrechungen im Gaildorfer Gemeinderat und im Haller Kreistag.

Ökologie, digitaler Wandel und Solidarität
Alexander Brandt, Piraten

Alexander Brandt (Piraten): "Wir sind die Partei des digitalen Wandels", schreibt Alexander Brandt über die Piratenpartei Deutschland. Als Themen nennt er die als Industrie 4.0 bezeichnete Veränderung der Arbeitswelt, ein bedingungsloses Grundeinkommen und eine tiefgreifende Steuerreform: "Wenn Maschinen Arbeitsplätze einnehmen, sollten sie besteuert werden."

Der 42-jährige Diplom-Sozialpädagoge Brandt ist ledig und hat keine Kinder, er lebt in Kirchberg an der Jagst und arbeitet als Mentor in einem Internat. Er engagiert sich nach eigener Auskunft als "Stammtischkämpferausbilder beim Bündnis ,Aufstehen gegen Rassismus’" und ist in den Arbeitskreisen "Für Demokratie, gegen Faschismus" in Öhringen und "Der Hetze keine Stimme" in Schwäbisch Hall aktiv.

Ökologie, digitaler Wandel und Solidarität
Wilhelm Maier, MLPD

Wilhelm Maier (MLPD): Eine fortschrittliche Bildungspolitik, internationale Solidarität und eine "Politik für Arbeiter statt Milliardäre" hat sich Wilhelm Maier auf die Fahne geschrieben. Der 69-Jährige kandidiert für die Marxistische-Leninistische Partei Deutschlands.

Maier arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Grund- und Hauptschullehrer, lebt in Schwäbisch Hall, ist verheiratet und hat zwei Kinder und fünf Enkel. Während seines Grundwehrdienstes habe er "eine tiefe Abscheu gegenüber dem Militarismus" entwickelt, im Studium sei er politisch und gewerkschaftlich (in der GEW) aktiv geworden, berichtet er. Heute reicht Maiers Engagement vom monatlichen Infostand in Hall über die Mitarbeit in der Bewegung gegen Stuttgart 21 bis hin zur Flüchtlingsarbeit.

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