Berlin (dpa/tmn)
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Schon Spuren bestimmter Putzmittel können Katzen schaden

Putzmittel, die eine desinfizierende oder antibakterielle Wirkung versprechen, sind nichts für einen Katzenhaushalt. Schon winzige Spuren davon, etwa auf dem Boden, sind für Stubentiger hochgiftig.

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Ein Katze streicht an einem Regal entlang.
Wer mit antibakteriellen und desinfizierenden Mitteln mit kationischen Tensiden putzt, kann seiner Katze schaden.  Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn

Wer Katzen besitzt, sollte auf Putzmittel mit sogenannten kationischen Tensiden verzichten. Denn die werden von Stubentigern nicht vertragen. Darauf weist die Tierschutzorganisation Aktion Tier hin. Solche Tenside sind oft in Haushaltsreinigungs- und Desinfektionsmitteln enthalten, sind aber für Katzen giftig. Das gelte auch für Zusätze wie Teebaumöl.

Doch wie kommt das Gift in die Katze? Sie läuft oder rollt sich über den gereinigten Boden und beleckt dann bei ihrer Körperpflege Fell und Pfoten. Dabei nimmt sie die für sie hochgiftigen Substanzen auf und schluckt sie herunter», erklärt die Aktion Tier.

Die Tenside führten zu üblen Verätzungen der Schleimhaut vor allem im Bereich der Maulhöhle und der Speiseröhre. Die Vierbeiner bekämen große Schmerzen - als hätten sie Salzsäure verschluckt, so die Tierschutzorganisation. Teilweise träten die Anzeichen erst Tage nach der Aufnahme der toxischen Substanzen auf. Behandelt werden könne dann leider nur symptomatisch mit schmerzstillenden Medikamenten.

Katzenbesitzer sollten deshalb den Angaben zufolge lieber zu Produkten mit dem Zusatz «tiergeeignet» oder zu Putzmittel aus dem Fachhandel für Tierbedarf greifen.

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