Chemnitz (dpa/sn)
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Experten warnen vor Mitnahme kleiner Katzen aus dem Wald

Eine kleine Katze im Wald? Könnte eine Wildkatze sein, warnen Tierschützer. Auch wenn es noch so flauschig und hilflos erscheint, mitnehmen sollte man so ein Fundtier nicht

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Wildkatze in Nordsachsen
Eine gut gelaunte Wildkatze. Wer die Tiere zufällig entdeckt, sollte jede Fürsorge vermeiden.  Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Sachsen warnt davor, kleine Katzen im Wald aus lauter Fürsorge mitzunehmen.

«Im Mai machen die jungen Wildkatzen erste Ausflüge aus ihren Verstecken zum Spielen. Sie sind oft alleine, aber nicht verlassen - das Muttertier jagt Mäuse und kommt bald zurück», erklärt Almut Gaisbauer vom «Rettungsnetzes Wildkatze» in Sachsen.

Wenn Wanderer oder Spaziergänger die grau getigerten Kätzchen im Wald finden, sollten sie die Tiere in Ruhe lassen und sich entfernen. «Dann ist die Chance am höchsten, dass die Mutterkatze zurückkehrt - und nicht irritiert wird.»

Der BUND weist darauf hin, dass die Haltung von Wildkatzen in Privathaushalten untersagt ist. Eine weitere Gefahr für Jungtiere bestehe darin, dass sie beim Abtransport von Holzstapeln ums Leben kommen. «Wildkatzenmütter brauchen naturnahe, vielfältige Wälder mit viel Totholz, um ihre Jungen sicher verstecken zu können.

Finden sie keine natürlichen Verstecke, werfen sie ihre Jungen auch in Holzstapeln am Wegesrand», hieß es. Zudem sollte vermieden werden, Flächen mit umgestürzten Bäumen im Frühling und Sommer mit schwerem Gerät zu räumen.

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