Landtagswahl 2021

Grüne holen Direktmandat im Wahlkreis Hohenlohe

Hohenlohe  Auch im Wahlkreis Hohenlohe haben sich die Grünen das Direktmandat gesichert. Catherine Kern erzielt 28,7 Prozent.

Von unserer Redaktion
Email

Catherine Kern von den Grünen hat das Direktmandat im Wahlkreis Hohenlohe gewonnen. Gegenüber dem Wahlergebnis von 2016 hat sie um 1,6 Prozentpunkte zugelegt und erzielt jetzt 28,7 Prozent. Der CDU-Bewerber und bisherige CDU-Abgeordnete Arnulf von Eyb, der vor fünf Jahren nur ein Prozentpunkt vor Catherine Kern gelegen war, kommt nur auf 24,4 Prozent der Stimmen und ist damit klar geschlagen. 2016 war er mit 28,1 Prozent als knapper Sieger ins Ziel gekommen.  

Anton Baron von der AfD holt 14,1 Prozent und liegt damit drei Prozentpunkte hinter seinem Ergebnis von 2016. Die SPD mit Patrick Wegener kann kaum zulegen und kommt jetzt auf 11,9 Prozent, vor fünf Jahren hatte Hans-Jürgen Saknus 11,5 Prozent geholt. Die FDP mit ihrem Kandidaten Uwe Wirkner holt ebenfalls nur geringfügig auf und liegt nun bei 10,9 Prozent, 2016 hatte Stephen Brauer 10,0 Prozent erreicht.

Interaktive Grafiken

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellung kann Ihnen diese Datenvisualisierung nicht angezeigt werden.

Hier können Sie eine Änderung Ihrer Einstellungen vornehmen, um sich die Grafik anzeigen zu lassen.

Datenschutzeinstellungen ändern

Bitte beachten Sie, dass durch die Einwilligung des Dienstes Cookies gesetzt werden können. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.

Reaktionen der Kandidaten

Ich bin überwältigt“, sagt Catherine Kern. „Ich bin sehr, sehr glücklich“, sagt sie. Es sei ein gemeinsamer Kraftakt gewesen, seit Jahren würden die Grünen stärker in Hohenlohe, jetzt habe man es geschafft. „Es war ein langer Weg“, den sie aber nicht alleine bewältigt habe. „Wir haben mit Winfried Kretschmann einen starken Landesvater, das ist eine gute Grundlage“, sagt die neue Abgeordnete. Dann wurde gefeiert: Mit einem großen Blumenstrauß und einem Glas Sekt.

CDU-Kandidat Arnulf von Eyb hat dagegen nach zehn Jahren im Landtag das Direktmandat verloren. „Der Souverän hat entschieden“, natürlich sei er über das Ergebnis „nicht sonderlich erfreut“. Er gratuliere Catherine Kern, sei aber gleichzeitig enttäuscht, dass sein „außerordentlicher Einsatz“ nicht mehr gewürdigt worden ist. „Ich werfe mir nichts vor“, sagt von Eyb, „ganz im Gegenteil, ich habe unendlich viel gearbeitet.“

Ernüchternd für die AfD

„Ernüchternd“ findet Anton Baron (AfD) das landesweite Ergebnis, auch wenn er mit seinem persönlichen Abschneiden „einigermaßen zufrieden“ sein könne. In Krisenzeiten habe es gerade die Opposition schwer, meint Baron. Immerhin habe er im Regierungsbezirk vergleichsweise gut abgeschnitten, sodass er hoffe, übers Zweitmandat seine Arbeit fortführen zu können. Seine „bürgerlich-konservative Linie“ sei honoriert worden.

"Verrückter Wahlabend"

„Ein verrückter Wahlabend“, konstatiert Patrick Wegener (SPD). Sein Anspruch, Platz drei im Wahlkreis zu holen, habe nur vereinzelt funktioniert, „da ist noch Luft nach oben“. Insgesamt habe man sich „ganz gut“ geschlagen, der Anspruch der SPD müsse aber ein besseres Ergebnis sein. Dafür müsse man künftig wieder verstärkt den Dialog mit den Bürgern suchen.

„Das ist ein ganz ordentliches Ergebnis für uns im Land“, sagt Uwe Wirkner (FDP), auch er selbst sei mit seinem Abschneiden zufrieden. „Ich habe mein Bestes gegeben“, so Wirkner. Die zweistellige Prozentzahl sei aber „auf jeden Fall ein Grund zum Feiern“. Simon Brecht (Linke) hatte die fünf Prozent im Blick und will dieses Ziel auch bei der nächsten Wahl angehen. „Ich habe gesagt, ich möchte mich verbessern, das habe ich geschafft“, ist er nicht unzufrieden. „Ich bleibe weiter dran“, sagt er.


Kommentar hinzufügen