Landtagswahl 2021

Bibbern bis zum Schluss

Hohenlohe  Euphorie sieht anders aus. Allerdings liegt das mehr an der Art der Wahlparty als am Ergebnis für die FDP: Mit über zehn Prozent der Wählerstimmen ist "es ein guter Start ins Wahljahr", fasst Kreisvorsitzender Michael Schenk zusammen.

Email

Die FDP hat ihr Ziel, ein zweistelliges Wahlergebnis, erreicht. Gefeiert wurde statt bei einem Mitglied Zuhause vor dem Schirm.

Foto: Stefanie Jani

 Normalerweise würden sich die Hohenloher Liberalen von Angesicht zu Angesicht zuprosten. Eigentlich trifft man sich gern bei Mitgliedern zu Hause, stattdessen wird auf dem Schirm über die Ergebnisse diskutiert. Ein paar haben dennoch ein Gläschen parat.

Kandidat Uwe Wirkner bibbert bis fast Mitternacht. Laut vorläufigem Endergebnis reicht es nicht fürs Ticket in den Landtag, das endgültige Zahlenwerk folgt am heutigen Tag. Eine schlaflose Nacht hat der 56-Jährige dennoch nicht: "Ich bin zufrieden", sagt der Öhringer. "Immerhin haben wir um den dritten Platz gekämpft." Das Ergebnis zeige, dass man auf die richtigen Themen gesetzt habe. "Mein Team und ich haben das Beste rausgeholt." Mit einem Zuwachs von fast drei Prozent könne man immerhin den zweithöchsten verbuchen, stellt Valentin Abel, Bundestagswahl-Kandidat im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe, fest und tippt sich parallel durch die verschiedenen Zahlen. "Bei den Erstwählern ist die FDP sogar zweitstärkste Kraft", freut sich der 30-Jährige.

"Schade ist, dass die Wahlbeteiligung so niedrig ist", wirft Ute Oettinger-Griese ein. "Das ist nicht gut für eine Demokratie." Nur rund 62 Prozent der Berechtigten haben gewählt. Rund die Hälftedavon per Brief. Und das sei ein Vorteil für die CDU bezüglich der Masken-Affäre, glaubt sie. Jörg Ernstberger: "Ich habe ein paar getroffen, die es bereut haben, ihre Stimme so früh abgegeben zu haben."


Kommentar hinzufügen