Autoflaute trifft Zahnradhersteller Weber

Kirchardt  Die Schwierigkeiten der Autohersteller, Zulieferer und Maschinenbauer schlagen sich auf ihre Lieferanten durch. Jetzt hat es ein mittelständisches Familienunternehmen getroffen, das sich auf die Herstellung von Zahnrädern aller Art spezialisiert hat.

Der Zahnradproduzent Günter Weber GmbH ist insolvent. Das Insolvenzverfahren über das Unternehmen mit etwa 50 Mitarbeitern wurde zu Monatsbeginn eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Sinsheimer Rechtsanwalt Renald Metoja bestellt. Momentan liefen Gespräche mit strategischen Investoren, also an einer Übernahme interessierten Unternehmen aus der Branche, um den Betrieb nach Jahresende weiterzuführen. Bis dahin sei die Beschäftigung in vollem Umfang im Insolvenzverfahren sichergestellt, erklärte Metoja.

Flaute in der Autobranche

Hauptursache für die Insolvenz sei ein massiver Umsatzrückgang gewesen. Weber liefert Zahnräder, Stangen und Wellen vor allem an die Autoindustrie und deren Zulieferer, außerdem an Maschinenbauer. Die aktuellen Umbrüche und Konjunkturprobleme in diesen Branchen hätten sich auf das Geschäft des Unternehmens mit Sitz in Berwangen durchgeschlagen, berichtet Metoja. Mitte August war daher Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt worden.

Mehr als 50 Jahre alt

Das Unternehmen war 1961 von Günter Weber in Berwangen als Dreherei für die Zahnradfertigung gegründet worden. In den folgenden Jahren wurde der Betrieb stetig erweiterte, zuletzt 2008. Bislang befand sich das Unternehmen in der Hand der Gründerfamilie, zuletzt leitete es die zweite Generation.


Heiko Fritze

Heiko Fritze

Autor

Heiko Fritze arbeitet seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Er ist für die Redaktion Wirtschaft & Politik tätig.

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