Palmbräu: Drei Jobs stehen auf der Kippe (15.08.08)

Eppingen - „Im Raum stehen drei betriebsbedingte Kündigungen für den Bereich der Produktion.“ Das steht in einem wenige Zeilen umfassenden Fax, das die Palmbräu Zorn Söhne GmbH & Co. KG, der Betriebsrat der Firma und die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten als „Gemeinsame Erklärung“ unterzeichnet haben. Die drei Seiten führten „aufgrund der schwierigen Marktsituation Gespräche über eine Personalanpassung“.

Von Simon Gajer

Eppingen - „Im Raum stehen drei betriebsbedingte Kündigungen für den Bereich der Produktion.“ Das steht in einem wenige Zeilen umfassenden Fax, das die Palmbräu Zorn Söhne GmbH & Co. KG, der Betriebsrat der Firma und die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten als „Gemeinsame Erklärung“ unterzeichnet haben. Die drei Seiten führten „aufgrund der schwierigen Marktsituation Gespräche über eine Personalanpassung“. Fragen dazu weichen die Beteiligten nach den Verhandlungen aus. Nähere Details sind von niemandem zu erhalten. „Die Betriebsparteien haben sich darauf verständigt, bis zum Abschluss der Verhandlungen Stillschweigen zu bewahren.“

Erst Anfang des Monats hatten Stimme-Recherchen ergeben, dass der Vertriebsleiter des Plankstadter Mehrheitsgesellschafters Weldebräu in Personalunion die Verantwortung für den Verkauf des Eppingers Biers übernommen hat. Der Palmbräu solle unter anderem mit einem strafferen Vertrieb zurück auf die Beine geholfen werden. Den Vertrieb hat deshalb die neue Firma Palmbräu Eppingen GmbH übernommen, die zu 100 Prozent Welde gehört. Der deutsche Bier-Markt ist umkämpft, das zeigt unter anderem die Situation in Mannheim. Dort möchte Eichbaum 120 der 330 Arbeitsplätze streichen. Den Schritt hatte das Unternehmen insbesondere mit den stark steigenden Rohstoffpreisen begründet.

Im Jahr 2002 hatte Palmbräu einen Insolvenzantrag gestellt. Gerettet hatte sie damals die Brauerei Welde. Seither hält Welde-Chef Hans Spielmann eine Mehrheit an der Brauerei. Derzeit beschäftigen die Eppinger etwa 35 Mitarbeiter.