Areal neben den Gleisen steht auf der Einkaufsliste

Eppingen verhandelt mit Gesellschaft Aurelis, die Bahnflächen vermarktet - Vorerst Stellplätze entlang der Heilbronner Straße

Von Heike Kinkopf

Areal neben den Gleisen steht auf der Einkaufsliste
Das Gelände vom Kraichgau Raiffeisen Zentrum bis zum Kreisel gleicht mehr einem Schuttplatz. Die Stadt Eppingen will es kaufen. (Foto: Heike Kinkopf)

Von Heike Kinkopf

„Ich gehe davon aus, dass es demnächst zu einem Abschluss kommt“, erläutert Klaus Holaschke den Stand der Gespräche. Das Eppinger Stadtoberhaupt hat vom Gemeinderat die Rückendeckung erhalten, die 5470 Quadratmeter große Fläche vom Kraichgau Raiffeisen Zentrum bis hin zum Kreisel Heilbronner Straße zu erwerben.

Das Ziel ist klar: Der Ost-Eingang der Fachwerkstadt soll städtebaulich an Attraktivität gewinnen. Der Geländestreifen zwischen Bahngleisen und Heilbronner Straße ist Bürgern wie Verwaltungsspitze ein Dorn im Auge.

Stellplätze für Pkw will die Stadt dort anlegen. Die Park & Ride-Anlage direkt beim Bahnhof reicht trotz Erweiterung kaum aus. „Der Bedarf ist immens“, so der OB. Die Nachfrage werde weiter steigen, wenn die S-Bahn ins Rhein-Neckar-Gebiet Fahrt aufnimmt.

Derzeit gibt es verschiedene Pächter für das (Noch)-Bahnareal, darunter die Firma Dieffenbacher und eine kleine Spedition. „Sie wollen das Gelände weiter nutzen“, sieht Holaschke keine Zielkonflikte mit städtischen Interessen.

Überlegungen, was die Nutzung des Geländes auf lange Sicht angeht, existieren. „Aber es ist noch nie intensiv darüber diskutiert worden“, schränkt Holaschke ein. Denkbar ist demnach eine kleine Unterführung für Fußgänger im Zusammenhang mit dem Einrichten von Bushaltestellen: Fahrschüler beispielsweise müssten dann nicht mehr vom Berliner Ring bis zum Bahnhof laufen, sondern könnten schon an der Heilbronner Straße einsteigen.

Perspektiven eröffnen sich auch mit einem möglichen Einzelhandelsschwerpunkt, der sich neben Brettener- und Mühlbacher Straße beim Bahnhof entwickeln könnte. Handelshoferweiterung und Bahnhofspassage sind hier die Stichworte. Zukunftsmusik. Noch sind die Verträge nicht unterschrieben. Klärungsbedarf macht Holaschke etwa bei einer so genannten Nachbesserungsklausel aus: „Der Teufel steckt im Detail.“

Nicht in der Verkaufsfläche enthalten ist das alte Stellwerkhäuschen beim Kreisel. Es ist im Eigentum der Bahn, die es an die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) verpachtet hat. Ob es unter Denkmalschutz steht, wird gerade geklärt. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern von Bahn, AVG und Stadt wurde das Bauwerk unter die Lupe genommen. „Ziel ist es, das Gebäude in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen“, teilt Bürgermeister Eduard Muckle mit, „wer das dann macht, müssen wir noch bereden.“