Vulpius Klinik wächst kräftig weiter

Bad Rappenau - Die Vulpius Klinik Bad Rappenau baut wieder. Zu den fünf bestehenden Operationssälen sollen bis Anfang des nächsten Jahres zwei weitere dazukommen. 1,1 Millionen Euro nimmt das Haus dafür in die Hand, weitere 300 000 Euro soll die Ausstattung der neuen OPs kosten. Auf staatliche Zuschüsse wird erneut verzichtet: Es muss schnell gehen; die Kapazität der bestehenden OPs ist erschöpft.

Von Ulrike Plapp-Schirmer

6000 Operationen in fünf Sälen werden 2008 an der Vulpius Klinik durchgeführt. Baustart für die beiden neuen OPs ist nach den Sommerferien.Foto: Ulrike Plapp-Schirmer
Bad Rappenau - Die Augen von Geschäftsführer Joachim Off leuchten auf: Die Vulpius Klinik Bad Rappenau baut wieder. Zu den fünf bestehenden Operationssälen (OP) sollen bis Anfang des nächsten Jahres zwei weitere dazukommen. 1,1 Millionen Euro nimmt das Haus dafür in die Hand, weitere 300 000 Euro soll die Ausstattung der neuen OPs kosten. Auf staatliche Zuschüsse wird erneut verzichtet: Es muss schnell gehen; die Kapazität der bestehenden OPs ist erschöpft.

Patientenzahl steigt

Noch in diesem Jahr wird die Zahl der Operationen an der Vulpius Klinik die Schallmauer von 6000 durchbrechen. Das hat gute Gründe, wie Joachim Off und sein Stellvertreter Klaus Harder beim Pressegespräch mit der Kraichgau Stimme darlegen: Ein stetig steigender Zustrom an Patienten bringt eine stetig steigende Zahl an Eingriffen mit sich.

Der Ruf der Klinik ist gut. Patienten und Einweiser seien zufrieden, das führe zu einer guten Mundpropaganda, meint Klaus Harder. Außerdem hat das Haus sein Angebot in der Vergangenheit deutlich ausgebaut, die Spezialisierung der Fachbereiche vorangetrieben. Die Vulpius Klinik hat Ärzte wie den Handchirurgen Professor Dr. Peter Hahn oder den Chefarzt der Schulter- und Ellenbogenchirurgie, Dr. Wolfgang Pötzl, unter Vertrag; die klassische Orthopädie mit Hüft- und Knie-Endoprothetik liegt nach wie vor in der Hand von Professor Dr. Arnim Braun; es gibt „Überlegungen in Richtung Kinderorthopädie.“

An den Operationstrakt auf der Klinik-Südseite werden die zwei OPs angebaut.

Natürlich profitiert das orthopädische Krankenhaus auch von der Alterspyramide. Und: Immer häufiger nachgefragt wird der Austausch von Prothesen, die vor 15 bis 20 Jahren eingesetzt worden sind: „Diese Welle schwappt jetzt zu uns rein“, erklärt Klaus Harder.

Baustart im Herbst

„Ich hätte nie gedacht, dass wir diese neuen OPs so schnell brauchen“, betont Joachim Off. Und erinnert sich gern: „Als ich 1999 ins Haus kam, lag die Zahl der Operationen noch bei 1418.“ 8000 Operationen im kommenden Jahr halten er und Klaus Harder für realistisch.

Die Baugenehmigung liegt vor. Die Architektenpläne hängen im Besprechungszimmer an der Wand. Baustart soll nach den Sommerferien sein. Die gesamte Entwicklung des Hauses nennt der Geschäftsführer „eine Erfolgsgeschichte“, und auch da leuchten seine Augen wieder auf. Joachim Off identifiziert sich mit dem Unternehmen. An dieser erfolgreichen Entwicklung hat er mitgearbeitet.

Der Vulpius Klinik sieht man ihre An- und Umbauten an wie einem Baum die Jahresringe. Die beiden neuen Operationssäle werden auf der Südseite quasi als Schublade vor das Gebäude geschoben und mit dem bestehenden Operationstrakt verknüpft. Die Rezeption und der Aufenthaltsbereich für Angehörige werden vergrößert, die Außenfassade mit viel Glas gestaltet, das Dach begrünt: Der Anbau soll zum bestehenden Gebäude, aber auch zu dem neuen Patientengarten passen, der im Süden des Grundstücks liegt. Kommentar „Erfolgsgeschichte“



Kommentar hinzufügen