Vulpius Klinik in der Informationsoffensive

Mit dem so genannten strukturierten Qualitätsbericht belegt das Akutkrankenhaus eine gute Position im Landesvergleich

Bad Rappenauer Vulpius Klinik in der Informationsoffensive
Steht im Vergleich zu den anderen orthopädischen Kliniken in Baden-Württemberg gut da: die Vulpius Klinik in Bad Rappenau.

Foto: Vulpius Klinik

Tue Gutes und rede darüber. Getreu diesem Leitsatz handelt die Vulpius Klinik in Bad Rappenau: Den seit 2004 gesetzlich vorgeschriebenen strukturierten Qualitätsbericht legt sie nicht nur im geforderten Zweijahres-Rhythmus, sondern freiwillig jährlich auf.

Außerdem setzt die Klinik die eigenen Ergebnisse ins Verhältnis zum Landesdurchschnitt. Im kürzlich erschienenen Bericht für 2005 startet die Rappenauer Akutklinik diese Informationsoffensive besonders gern. Denn in in ihren Schwerpunkten Hüft- und Knie-Endoprothetik liegt sie durchgängig über dem Durchschnitt. „Wir sind im Landesvergleich im vorderen Drittel“, gibt sich der Qualitätsmanager der Klinik, Klaus Harder, selbstbewusst.

Dabei lässt allein schon die Häufigkeit, mit der bestimmte Eingriffe vorgenommen werden, auf das Maß von Erfahrung schließen, über die das Haus verfügt. So wurden 2005 in der Vulpius Klinik 274 Hüftgelenke verpflanzt, 244 Kniegelenke ersetzt. Weitere Schwerpunkte sind Hand-, Fuß-, Schulter- und Ellenbogenchirurgie.

Interessant ist der Vergleich mit dem Landesdurchschnitt. Beispiel Hüfte: In der Vulpius wird im Schnitt 71,1 Minuten operiert, im Landesvergleich 80,9 Minuten. Die Beweglichkeit des Gelenks nach der Operation liegt im Rappenauer Spital bei 97 Prozent, im Land bei 73,3 Prozent.

Fast schon sozialistische Verhältnisse beschreiben den Patientenzustand nach der Entlassung: „Treppensteigen möglich“ befinden 99,1 Prozent der Vulpius-Hüftpatienten, während ihre Leidensgenossen im Land das zu 94,1 Prozent bejahen. Nach Kniegelenkersatz bestätigen sogar 100 Prozent: „selbstständiges Gehen möglich“. Landesvergleich: 95,4 Prozent.

Professor Arnim Braun, ärztlicher Direktor der Bad Rappenauer Vulpius Klinik, erläutert die Strategie: „Patientinnen und Patienten sowie unsere medizinischen Partner sollen unsere aktuellen Daten und damit ein fundiertes Gefühl von Qualität erhalten. Mit dieser engmaschigen Transparenz bieten wir ein aussagekräftiges Bild unserer Resultate.“

Nachgefragt: "Wir sehen uns ganz weit oben"

Über den strukturierten Qualitätsbericht von 2005 sprach Steffan Maurhoff mit Klaus Harder von der Vulpius Klinik.

Was hat der Patient eigentlich von diesem Bericht?

Klaus Harder: Er hat eine umfassende Information über das Leistungsspektrum der Klinik, hat einen Überblick über die Operationsmethoden und die Anzahl der Eingriffe pro Jahr und er hat im Bereich der Hüft- und Knie-Endoprothetik Ergebnisdaten, also Qualitätsindikatoren, die im Verhältnis stehen zu den Durchschnittswerten zu den orthopädischen Kliniken in Baden-Württemberg.

Wo sieht sich die Vulpius Klinik selbst?

Harder: Wir sehen uns da ganz weit oben, weil wir in allen Qualitätsindikatoren besser abschneiden als der Durchschnitt.

Die Patientenbefragung zeigt aber, dass Sie bei den Mahlzeiten Nachholbedarf haben.

Harder: Da arbeiten wir dran. Wir haben 2006 schon deutliche Anzeichen, dass die Zufriedenheit der Patienten besser geworden ist - wobei der Wert von 2,3 auf der Notenskala von 1 bis 5 gar nicht so schlecht ist.


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