Vor dem Bahnhof geht es bald rund

Eppingen - Der Handelshof will seine Verkaufsfläche am Eppinger Bahnhof mehr als verdoppeln. Schon in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für den Markt starten. Die Stadt stellt die Weichen: Weil mehr Kundschaft mehr Verkehr bringt, setzen die Planer auf einen Kreisel. Der Bebauungsplan für das Areal wird demnächst öffentlich ausgelegt.

Von Alexander Hettich

Vor dem Bahnhof geht es bald rund
Beim Eppinger Bahnhof wird ein Kreisel gebaut, damit der Verkehr zum erweiterten Handelshof reibungslos fließt.Foto: Alexander Hettich

Eppingen - Der Handelshof will seine Verkaufsfläche am Eppinger Bahnhof mehr als verdoppeln. Schon in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für den Markt starten. Die Stadt stellt die Weichen: Weil mehr Kundschaft mehr Verkehr bringt, setzen die Planer auf einen Kreisel. Der Bebauungsplan für das Areal wird demnächst öffentlich ausgelegt. „Das Verfahren geht im Sauseschritt voran“, drückt Oberbürgermeister Klaus Holaschke aufs Tempo.

Vorgaben erfüllt

Gemeinderat und Verwaltung hatten genaue Vorstellungen, wie die Straßenanbindung des erweiterten Marktes aussehen soll: ein Kreisverkehr an der Kreuzung Altstadtring und Eisenbahnstraße mit einem Durchmesser von nicht mehr als 24 Metern, die Parkplätze vor dem Bahnhofsgebäude sollten erhalten, der Bürgerpark Bahnhofswiesen und die Gehwege davor verschont bleiben. Man habe „alle Planungsvorgaben erfüllt“, sagte Simon Schuster vom beauftragten Büro Willaredt, der im Gemeinderat über den Stand der Dinge berichtete. An den Armen des Kreisverkehrs sind Fußgängerüberwege vorgesehen.

Die Hauptzufahrt zum Markt liegt in der Eisenbahnstraße und wird aus Richtung Innenstadt mit einer Linksabbiegespur erschlossen. Für Lastwagen, die Waren anliefern, gibt es eine eigene Zufahrt an der Elsenz entlang und eine Wendeschleife auf dem Handelshofgelände.

Fritz Schäffler von den Freien Wählern mahnte an, eine weitere Ausfahrt für Notfälle vorzusehen. Das sei fest eingeplant, sagte Oberbürgermeister Klaus Holaschke, im Normalbetrieb müsse aber eine Zufahrt reichen. Während das Verkehrskonzept Gestalt annimmt, hat auch der Bebauungsplan für das Handelshof-Areal im Gemeinderat die nächste Hürde genommen. Stellungnahmen von Behörden, Nachbargemeinden oder Anwohnern liegen vor und wurden geprüft.

Einspruch

Ein Nachbar hat Einspruch gegen die Erweiterung erhoben. Er fürchtet Lärm und einen Wertverlust seines Grundstücks. Ein Gutachten habe ergeben, dass die Lärmgrenzwerte eingehalten werden, heißt es in der Antwort der Planer. Die Gutachter schlagen vor, Richtung Nordosten eine zwei Meter hohe Lärmschutzwand zu bauen. Bedenken hatte auch Gemmingen angemeldet. Die Supermärkte der Gemeinde könnten Schwierigkeiten bekommen, wenn die Kunden nach Eppingen abwandern. Hier verweist die Stadt auf das Gutachten einer Marktforschungsgesellschaft. Sie kam zu dem Schluss, dass Märkte in Nachbargemeinden vom neuen Angebot nicht tangiert seien.