Voller Konzentration auf Robin Hoods Spuren

Sicherheit wurde groß geschrieben beim Bogenschießen für Kinder der Woolhill Hunters in Wollenberg

Von Tobias Bartole

Voller Konzentration auf Robin Hoods Spuren
Die jungen Schützen versuchten sich mit Kinderbögen.Foto: Tobias Bartole

Bad Rappenau - „Das geht ganz einfach“, erklärt der siebenjährige Nils Rauschdorf, legt einen Pfeil in seinen Bogen, spannt die Sehne und lässt einen kraftvollen Schuss schnalzen. Der Pfeil fliegt über die halbe Wiese. Nils und 33 weitere Kinder zwischen sechs und 14 Jahren trafen sich am Freitag im Rahmen des Bad Rappenauer Ferienprogramms auf dem Gelände der Woolhill Hunters in Wollenberg.

Woolhill Hunters - so nennen sich die Bogenschützen, die zum Freizeitclub Wollenberg gehören. Ihr Vorsitzender Harry Fortwingel ist froh, dass seinem Verein seit etwa einem halben Jahr ein geeignetes Gelände ganz in der Nähe des kleinen Bad Rappenauer Teilortes zur Verfügung steht.

Dass das Bogenschießen eine Sportart mit großer Anziehungskraft ist, zeigte die hohe Zahl von 98 Anmeldungen für diese Ferienaktion. 34 glückliche Gewinner konnten teilnehmen, nachdem sie ausgelost worden waren. Aber auch dies war eine ziemlich große Gruppe, die von den Woolhunters betreut wurde. Eine Coburger Bogensportfirma hatte eigens Kinderbögen gesponsert, die für die sechs bis 14 Jahre alten Teilnehmer besser zu handhaben waren als die großen Bögen, die üblicherweise von den Erwachsenen benutzt werden.

In Kleingruppen übten die Kinder das Zielen auf Tierattrappen. Auch die Allerjüngsten, die von Manuela Henkel und Irene Jochum betreut wurden, strengten sich besonders an. Die Expertinnen waren jedoch nicht nur darauf bedacht, ihren Schützlingen alle Fertigkeiten des Bogenschießens beizubringen. Sie wurden auch nicht müde, auf die Sicherheit zu achten. Erst wurde eine Runde geschossen, dann durfte jeder seine Pfeile einsammeln. Während des Schießens quer über die Wiese zu rennen, war absolut tabu.

Eine Station weiter erklärte Betreuer Jean-Luc Wind seiner Gruppe, was beim Bogenschießen besonders wichtig sei: Nur mit großer Konzentration könne man das Ziel treffen. Man müsse sich einfach Zeit lassen. Jean-Luc Wind war eigens aus Straßburg zur Ferienaktion angereist. Er ist ein Bekannter von Harry Fortwingel, welcher den Bogenschützen für diesen Tag um Hilfe gebeten hatte. Wind hatte gerne eingewilligt und sich extra für diese Kinderferienaktion Urlaub genommen.

Mittags sorgte der Verein für eine zünftige Verpflegung: Es gab Hamburger, die sich jeder selbst belegen durfte. Auch der Regen am Nachmittag konnte den jungen Bogenschützen den Spaß nicht verderben: Kaum war es wieder trocken, wandelten sie weiter auf den Spuren von Robin Hood.