Spektakulärer Kranunfall: Polizei spricht von Materialermüdung

Ermittlungen - - Es gibt wenig Baustellen, die für so viel Gesprächsstoff sorgen wie die Kaufland-Arbeiten in Eppingen, die im Juli 2009

Spektakulärer Kranunfall: Polizei spricht von Materialermüdung
Reckt sich wie ein gebrochener Ast in die Höhe: der Kran.Foto: Archiv/Hettich

Ermittlungen - - Es gibt wenig Baustellen, die für so viel Gesprächsstoff sorgen wie die Kaufland-Arbeiten in Eppingen, die im Juli 2009 begonnen hatten.

Umstritten in der Bevölkerung ist die Größe des Kaufland-Gebäudes an sich, das an ortsbildprägender Stelle beim Eppinger Bahnhof entstanden ist. Ließ der bisherige Handelshof-Standort einen großzügigen Blick auf die schmucke Altstadt zu, versperrt der Nachfolge-Bau, der an den Altstadtring gerückt ist, viel von der historischen Fachwerkstadt-Kulisse. Für mindestens genauso viel Diskussionen sorgte ein spektakulärer Unfall Ende 2009.

Am 1. Dezember waren Experten an einem Schwerlastkran zugange, um damit Stahlbetonteile zu montieren. Bei der Montage eines 20 Tonnen schweren Teils brach der Auslegerarm ab. Betonteil und Auslegerarm stürzten aus einer Höhe von zehn Metern auf einen Baukran und einen Lastwagen. Verletzt wurde niemand. Noch Tage später ragten die beiden roten Kranteile in die Höhe.

Laut Polizei hat es keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass ein menschlicher Fehler zu dem Unglück führte. Ansatzpunkte für eine Straftat hätten nicht vorgelegen, sagte ein Polizesprecher gestern zur Kraichgau Stimme. Die Ermittler führen den Unfall auf Materialermüdung zurück. ing