Scherze vom beliebten Radiomoderator

Bad Rappenau - U.A.w.g. Wieder so eine neumodische Abkürzung? Weit gefehlt. Viele Jahre lief die unter diesem Kürzel bekannte Radiosendung „Um Antwort wird gebeten“ im SWR-Rundfunk. Der Mann, der diese Sendung bis zum 29. Juni 2007 prägte, heißt Wolfgang Walker. „Jetzt bin ich Versorgungsempfänger“, scherzt er vor rund 450 Besuchern auf der Hauptbühne der Landesgartenschau über seinen Rückzug aus dem Berufsleben.

Von Birgit Puscher

Dicht umlagert war Wolfgang Walker, als er am Büchertisch seine Werke und den Heimatkalender signierte.Foto: Birgit Puscher

Bad Rappenau - U.A.w.g. Wieder so eine neumodische Abkürzung? Weit gefehlt. Viele Jahre lief die unter diesem Kürzel bekannte Radiosendung „Um Antwort wird gebeten“ im SWR-Rundfunk. Der Mann, der diese Sendung bis zum 29. Juni 2007 prägte, heißt Wolfgang Walker. „Jetzt bin ich Versorgungsempfänger“, scherzt er vor rund 450 Besuchern auf der Hauptbühne der Landesgartenschau über seinen Rückzug aus dem Berufsleben.

Kalender und Marzipan

Doch ruhig ist es um den beliebten Moderator nicht geworden. „Es ist schön, dass ich Ihnen fehle“, meint Walker, der es sich zur Ruhestandsaufgabe gemacht hat, den schwäbischen Heimatkalender herauszugeben. Der Kalender, ein Kleinod im 120. Jahrgang, ist in Buchform erhältlich und umfasst eine Beschreibung liebenswerter Winkel der baden-württembergischen Heimat, allerhand Kurioses und Wissenswertes, Lumpengedichte zum Schmunzeln und neben dem Kalendarium auch Veranstaltungshinweise für Brauchtums- und Stadtfeste, Ausstellungen und Märkte. Ein Portrait vom Essigmacher aus Flein gefällig? Der schwäbische Heimatkalender 2009 verrät mehr.

Nicht nur im Heimatkalender, sondern auch live auf der Landesgartenschau-Bühne präsentiert Walker ein richtig süßes Thema: Marzipan. Margot Wein, Geschäftsführende Gesellschafterin der Frischmann-Marzipan GmbH aus Bad Liebenzell, steht dem Moderator Rede und Antwort zu Fragen rund um die edle Nascherei. Frischmann-Mitarbeiter Fabian Schaal zaubert daraus eine Käseburg samt Mäuschen, und die Gartenschaubesucher lernen auch das Schwesterchen des picobello aussehenden rosaroten Marzipanschweinchens kennen – das Dreckschweinchen, das sich gerne in Schokolade suhlt. Schaal zeigt, wie Marzipankartoffeln in entstehen, die ihrem botanischen Vorbild mehr ähneln als die runden Kugeln, die ab Herbst in den Supermärkten angeboten werden.

Walker liest lustige Lumpengedichte über Schiller und moderne Großmütter. Schmunzelnd lauscht das Publikum einer Rezitation, die den Blick Erwachsener in den Kinderwagen aus der Sicht eines Babys vorträgt.

Signierstunde

Der Ansturm auf den Büchertisch mit dem neuen schwäbischen Heimatkalender und anderen Werken Walkers ist groß. Die Besucher nutzen die Gelegenheit, Bücher von Walker signiert zu bekommen, der sich viel Zeit für die Menschen nimmt.

„Ich habe die Sendung immer gehört und wollte ihn heute mal persönlich sehen“, erklärte Waltraud Schneider aus Bad Rappenau. „So geht’s mir auch“, stimmte ihr Ruth Funk aus Untergimpern bei, die gerne ab und zu einen Blick in Walkers Bücher wirft, von denen sie einige zuhause hat.