Gemütliche Nachmittagsstimmung

Bad Rappenau - Ein wenig verschlafen blinzelt die Sonne am Samstagnachmittag hinter den Wolken hervor. Das passt zur Stimmung. Die meisten der Festivalbesucher, die rund um den Römersee zelten, haben nach einer durchrockten Nacht noch eine Mütze voll Schlaf nötig. Andere kommen schon wieder aus allen Richtungen.

Von Tobias Batole

Gemütliche Nachmittagsstimmung
In der sogenannten Tee-Jurte standen jede Menge Plüschsofas zum Relaxen rum. Die Besucher fühlten sich am Römersee auch tagsüber wohl.Foto: Tobias Bartole

Bad Rappenau - Ein wenig verschlafen blinzelt die Sonne am Samstagnachmittag hinter den Wolken hervor. Das passt zur Stimmung. Die meisten der Festivalbesucher, die rund um den Römersee zelten, haben nach einer durchrockten Nacht noch eine Mütze voll Schlaf nötig. Andere kommen schon wieder aus allen Richtungen.

Erholung

Sepp und Alex aus Obersulm chillen, wie sie es nennen, auf der Wiese unweit der Villa rustica. Will heißen: sie entspannen. Die beiden 20-Jährigen sind noch begeistert von der ausgelassenen Stimmung am Abend zuvor, freuen sich nun aber auf einen ruhigen Nachmittag, an dem sie nichts tun werden außer vielleicht „ein Bierle trinken - oder besser eine Cola“.

Dem Nichtstun frönt man auch in der sogenannten Tee-Jurte. „Hier geht's ganz lässig zu“, berichtet Felix (16) aus Jagstfeld. In der Tat: Tee, Kaffee und Shisha laden zum Verweilen ein. Während die große Freilichtbühne zur Mittagszeit noch verwaist ist, spielt Omar Al-Laham, Liedermacher aus Bad Wimpfen, ganz entspannt auf der Akustikgitarre. Die meisten Zuhörer legen sich dazu ins Gras, um noch ein bisschen zu dösen. Die Bierbänke bleiben vorerst leer.

Auch die 18 Jahre alte Sophia und ihre Freundinnen haben es sich hier bequem gemacht. Trotz des Schlafmangels schwärmen sie von ihren bisherigen Festivalerlebnissen am Römersee und fassen es so zusammen: „voll gut.“ Damit meinen sie vor allem das Sommerfeeling, die familiäre Atmosphäre und, dass es nicht so kommerziell sei wie bei andere Festivals. „Eintritt frei, Zelten frei, Gedanken frei“, so lautet schließlich das Motto am Römersee.

Kritische Gedanken trägt Sabine Erhard bei: Am Greenpeace-Stand diskutiert sie mit interessierten Leuten, wenn es die Lautstärke der Musik zulässt, und hält am Nachmittag noch einmal einen Vortrag: „So wird neben der Musik noch eine weitere Botschaft transportiert“, fasst sie es zusammen.

Offen

Während allerorten noch relaxt wird, geht es am Bauwagen des Organisationsteams bereits schon wieder geschäftig zu. Hier hat der Vorstand des Römersee-Kulturvereins seinen Stützpunkt eingerichtet. „Viel vom Festival bekomme ich eigentlich nicht mit“, sagt Philipp Seitz, der seit vier Jahren im Vorstand dabei ist.

Er verbringt die meiste Zeit im Bauwagen, den er „meine Sauna“ nennt, und ist damit beschäftigt, die Bands in Empfang zu nehmen oder sich um Probleme mit der Technik zu kümmern. Sein Kollege Christian Häringer hat währenddessen das Programm im Blick.

Beide freuen sich schon auf die „Offene Bühne“, die bald startet. Hier können diejenigen Künstler auftreten, die es nicht ins offizielle Programm geschafft haben, und das verspricht eine bunte musikalische Mischung zu werden, bevor der gemütliche Nachmittag dann wieder in einen rockigen Abend übergeht.


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