Die Feuertaufe wartet beim Festzug

Stadt hat auf dem ehemaligen Bahngelände an der Heilbronner Straße erst einmal rund 100 Parkplätze geschaffen

Von Peter Boxheimer

Die Feuertaufe wartet beim Festzug
Rund 100 eingeschotterte Parkplätze stehen jetzt auf dem ehemaligen Eppinger Bahngelände entlang der Heilbronner Straße zur Verfügung.Foto: Peter Boxheimer
Eppingen - Für Bürgermeister Eduard Muckle ist es „ein hochinteressantes Gelände mit Entwicklungschancen“. Zunächst einmal hat die Stadt Eppingen das von der Bahn erworbene Areal entlang der Heilbronner Straße als provisorischen Parkplatz hergerichtet. Beim Landesfestzug am Sonntag sollen die rund 100 Abstellmöglichkeiten ihre Feuertaufe bestehen.

Kostengünstig Eine funktionierende Lösung, eine gescheite Optik und minimale Kosten - mit dieser Vorgabe hat das Rathaus den etwa 120 Meter langen Geländestreifen umgestalten lassen. Nachdem die ehemaligen Bahn-Pächter ihre Gebäude abgebrochen hatten, wurde der Bereich zwischen dem Kreisel und der Verladestation der Firma Dieffenbacher von der Gemminger Firma Reimold eingeschottert. Die gepflasterte Ladestraße aus Bahnzeiten, die südlich der Gleise verläuft, hat man belassen. Die Schlussabrechnung liegt noch nicht vor. Doch rechnet der Baubürgermeister mit Kosten von 30 000 bis 40 000 Euro.

Hinweistafeln Sechs Meter breit ist die Ein- und Ausfahrt. Auf dem schmalen Gelände sollen die Wagen auf beiden Seiten einer zentralen Fahrgasse senkrecht parken. Weil eine Markierung nicht möglich ist, will die Stadt die Autofahrer mit Schildern darüber informieren. Am Sonntag übernehmen Feuerwehrleute die Einweisung der Festzugsbesucher. Für Eduard Muckle eine aufschlussreiche Generalprobe: „Da werden wir sehen, wie es funktioniert und wie viele Autos wir unterbringen.“

Allee Zur Heilbronner Straße hin sind die Parkplätze durch Baumstämme abgegrenzt. Ebenfalls nur eine Zwischenlösung. Noch im Herbst will die Kommune die Allee aus schlanken Bäumen, die im Frühjahr 2004 beim Kraichgau Raiffeisen Zentrum angelegt wurde, bis zum Kreisverkehr verlängern. „Wir haben dann eine gute, großzügige Optik“, betont der Bürgermeister.

Der Pflanzzeitpunkt wurde mit Bedacht gewählt. Mehrere Bäume, die im Frühjahr beim Umbau der Talstraße gesetzt worden sind, machen Probleme. Muckle: „Die Erfahrungen zeigen, dass die Risiken im Herbst geringer sind.“

Mit den neuen Abstellmöglichkeiten wappnet sich die Stadt auch für das S-Bahn-Zeitalter, das Ende 2009 beginnt. Dann gewinnt der Bahnhof Eppingen zusätzliche Bedeutung - unter anderem für Pendler Richtung Sinsheim / Heidelberg. Gleichzeitig wird die Frage noch akuter, wie die Zugbenutzer aus Richtung Süden über oder unter den Gleisen zu den Bahnsteigen kommen. „Es geht um eine wie auch immer geartete Querungsmöglichkeit“, sagt der Baubürgermeister. Eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer ist für ihn ebenso denkbar wie ein Steg.

Perspektiven Weitere Fragen stehen zur Diskussion. Liegt der Busbahnhof noch an der richtigen Stelle? Sollen die Läden der Bahnhofspassage besser an das Stationsgebäude angebunden werden? Bei der Suche nach Antworten hilft der Stadt, dass sie das Gelände an der Heilbronner Straße in der Hinterhand hat. Deshalb bekräftigt Eduard Muckle: „Wir wollen uns diese Handlungsräume offenlassen.“