Bagger schafft Platz fürs Rathaus

Eppingen - Sie sehen recht unscheinbar aus, die beiden alten Häuschen an der Wilhelmstraße 5 und 7. Aber sie sind massiv gebaut. „Da müssen enorme Steinmassen bewegt werden“, sagt der städtische Bauleiter Thomas Frey. Deshalb wird es bis Ende März dauern, bevor das alte Gemäuer abgerissen ist. Es soll dem zweiten Anbau des Rathauses weichen. Geplante Einweihung: Juli 2010.

Von Alexander Hettich

Bagger schafft Platz fürs Rathaus
Entrümpelung: Noch sind die Arbeiter damit beschäftigt, die Gebäude Wilhelmstraße 5 und 7 auszuräumen. Ab kommender Woche wird abgerissen.Fotos: Alexander Hettich

Eppingen - Sie sehen recht unscheinbar aus, die beiden alten Häuschen an der Wilhelmstraße 5 und 7. Aber sie sind massiv gebaut. „Da müssen enorme Steinmassen bewegt werden“, sagt der städtische Bauleiter Thomas Frey. Deshalb wird es bis Ende März dauern, bevor das alte Gemäuer abgerissen ist. Es soll dem zweiten Anbau des Rathauses weichen. Geplante Einweihung: Juli 2010. Während der gesamten Abbruch- und Bauzeit soll die Straße für Autos befahrbar bleiben.

Bagger schafft Platz fürs Rathaus
Das Portal der alten Scheune wird erhalten und eingelagert.
Steinmassen

Die Fenster sind weg, das Dach auch. Die Wände der beiden ehemaligen Wohnhäuser hat der Bagger bislang verschont. „Es musste erst noch einiges Gerümpel raus“, erklärt Frey, der die Arbeiten koordiniert. Kommende Woche werden aber die ersten Mauern fallen. Dabei muss die Abbruchfirma nicht gleich die Abrissbirne schwingen, ein Bagger mit Betonzange erledigt den Job. Eine Routineaktion. „Da gibt es keine besonderen Herausforderungen“, erklärt Architekt Gunter Schwarz. Von der schieren Menge der Steine einmal abgesehen.
Bagger schafft Platz fürs Rathaus
Aus alt mach neu: Die Giebel der ehemaligen Wohnhäuser weichen, damit. . .


Neben den beiden Wohnhäusern zur Wilhelmstraße hin muss auch eine rückwärtige Scheune weichen. Auch wenn keines der Gebäude besonderen historischen Wert hat, gibt es doch einige erhaltenswerte Teile. „Ein paar schöne Sandsteine“, so Frey „haben wir aufbewahrt.“ Auch das Portal der Scheune mit dem Rundbogen wird fachmännisch zerlegt und auf dem Gelände der Süßmosterei zwischengelagert, bevor sich ein neuer Platz findet. Die Keller unter den Abrisshäusern wird aufgefüllt, schon im April soll die Baustelle für den zweiten Rathausanbau eingerichtet sein.

Bagger schafft Platz fürs Rathaus
. . .hier ein zweiter Rathausanbau im Stil des ersten entstehen kann.
Anbau Teil zwei

Der zweite moderne Erweiterungsflügel des Rathauses wird stilistisch genauso aussehen wie der erste. Er nimmt die moderne Fassadengestaltung und die Rippenfenster auf. Im Sommer 2010, zu den Eppinger Heimattagen, soll alles fertig sein. An der Westseite gibt es dann einen Durchgang von der Brettener Straße zur Süßmosterei, wo ein Einzelhandelszentrum mit Tiefgarage geplant ist. Die Einschränkungen für den Verkehr wollen die Planer während der Bauarbeiten am Rathaus so gering wie möglich halten. „Eine Vollsperrung“, betont Architekt Schwarz, „wird es nicht geben.“ Die Wilhelmstraße bleibt passierbar, und den Autofahrern bleiben lange Umleitungen erspart.