Seit 20 Jahren die Stimme für den Kraichgau

Region  Der jüngste Zeitungstitel des Medienunternehmens Heilbronner Stimme wurde vor 20 Jahren gegründet. Dabei wurde erstmals ein neues Lokalkonzept erfolgreich umgesetzt.

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Das historische Schild der Eppinger Zeitung symbolisiert die Verbundenheit zu den lokalen Wurzeln. Der einstige Geschäftsführer Bernd Herzberger, der damalige Redaktionsleiter Uwe Ralf Heer und Verleger Tilmann Distelbarth (von links) enthüllten das Geschenk zur Zeitungsgründung.

Foto: Archiv/Veigel

Der jüngste Zeitungstitel des Medienunternehmens Heilbronner Stimme wird 20 Jahre alt. Am 17. Februar 2001 erschien die erste Kraichgau Stimme. Neben den Ausgaben für die Stadt Heilbronn, für den westlichen, nördlichen und östlichen Landkreis sowie der Hohenloher Zeitung ist die "KS" eine von insgesamt sechs Lokalausgaben.

Lokale Nähe war der entscheidende Antrieb für den Start einer eigenen Zeitung, die zwischen Hüffenhardt, Siegelsbach, Kirchardt, Sulzfeld, Ittlingen und Gemmingen erscheint. Mit den Großen Kreisstädten Eppingen und Bad Rappenau bedient die Kraichgau Stimme zudem die Leser in zwei Zentren mit einer Auflage von mehr als 5000 Exemplaren an sechs Tagen in der Woche.

100 Jahre Zeitungstradition

"Vor 20 Jahren haben wir dem Kraichgau eine eigene Stimme gegeben, die ebenso in der Tradition der 1899 gegründeten Eppinger Zeitung steht wie der vormaligen Nordwestausgabe der vor 75 Jahren gegründeten Heilbronner Stimme", erklärt Verleger Tilmann Distelbarth. Beide Ausgaben fanden in der Kraichgau Stimme ein gemeinsames Zuhause und führten in Eppingen die mehr 100 Jahre alte Zeitungstradition fort.

Das Medienunternehmen entwickelte dafür unter Federführung der damaligen Landkreis-Ressortleiterin Iris Baars-Werner ein neues Lokalkonzept, das später auch in den anderen Lokalausgaben der Heilbronner Stimme sowie bei der Hohenloher Zeitung umgesetzt wurde.

Mehr lokale Nähe zeigen 

"Die Region im Herzen, die Welt im Blick" war das Motto, unter dem vier Lokalredakteure vor 20 Jahren mit dem damaligen Redaktionsleiter Uwe Ralf Heer nach sechswöchiger Vorbereitung die erste Ausgabe der Kraichgau Stimme produzierten. "Für mich persönlich ist es natürlich eine schöne Erinnerung, da ich beim Start als Redaktionsleiter der Kraichgau Stimme dieses ehrgeizige und innovative Team führen durfte", erinnert sich der heutige Chefredakteur. "Es herrschte damals eine ganz besondere Aufbruchstimmung, die ich so nie zuvor und auch nicht anschließend erlebt habe." Es sei darum gegangen, mehr lokale Nähe zu zeigen und den Bürgern zusätzliche fundierte Berichte anzubieten. "Das ist bestens gelungen - bis heute."

Tilmann Distelbarth erklärt: "Die Kraichgau Stimme hat von Anfang an mit ihrem engagierten Lokaljournalismus die Vernetzung zwischen Bürgern, lokaler Politik, dem Lokalsport, den Verbänden und der lokalen Wirtschaft verstärkt und wirkt im besten Sinne identitätsstiftend für den Kraichgau." Eine Aufgabe, die Redakteure und Anzeigenberater bis heute ernst nehmen.

Auch kritisch hinterfragen

In den vergangenen 20 Jahren hat die Kraichgau Stimme große lokale Ereignisse wie die Heimattage in Eppingen oder die Landesgartenschau in Bad Rappenau begleitet, über Sportereignisse berichtet, aber auch kritisch hinterfragt, zum Beispiel bei der Umstrukturierung der Kurbetriebe oder bei kommunalpolitischen Auseinandersetzungen rund um Sanierungen, Baumaßnahmen und Bürgermeisterwahlen. Der Bau des Eppinger Parkhauses war dabei genauso zahlreiche Artikel wert wie der geplante Abriss des Gemminger Kirchturms oder die Verkehrsbelastung in manchen Ortsdurchfahrten.

"Die Hügellandschaft mit Block und Stift umgraben", nannte es Peter Boxheimer, der 16 Jahre lang als Redaktionsleiter die Ausgabe verantwortete. Seine "Stadtbahntouren" haben so manchem Kraichgauer die Heimat näher gebracht. Nah dran am lokalen Geschehen bleibt die Regionalredaktion auch künftig. In diesem Jahr ist die Heilbronner Stimme Medienpartner der Eppinger Gartenschau.

Ein großes Team

Seit 20 Jahren die Stimme für den Kraichgau

Die Redakteure Susanne Schwarzbürger, Elfi Hofmann, Jörg Kühl und Ulrike Plapp-Schirmer (von links) schreiben für die Kraichgau Stimme.

Foto: Mario Berger

Das moderne Medienunternehmen nutzt dabei nicht nur die gedruckte Tageszeitung als Plattform, sondern auch digitale Kanäle wie stimme.de oder soziale Medien. Dem Kraichgau eine Stimme zu geben bleibt Anliegen der Redaktion, auch wenn ihr Arbeitsplatz inzwischen im Haupthaus des Medienunternehmens in Heilbronn ist. 2015 erfolgte der Umzug, um die Kräfte der Lokalzeitung zu bündeln und die produktionstechnische Konzentration für effizientere Arbeitsabläufe zu nutzen. Moderne Kommunikationsmöglichkeiten und eine entsprechende technische Ausstattung ermöglichen es den Journalisten dabei, flexibel zu bleiben.

Nach wie vor gibt es vier Autoren im Team der Kraichgau Stimme: Ulrike Plapp-Schirmer, Redakteurin der ersten Stunde, berichtet aus Gemmingen und Bad Rappenau. In der Kurstadt ist auch Elfi Hofmann im Einsatz, die zudem Siegelsbach und Hüffenhardt im Blick hat. Jörg Kühl und Susanne Schwarzbürger schreiben über Eppingen, Sulzfeld, Ittlingen und Kirchardt.

 

Tanja Ochs

Tanja Ochs

Stellvertretende Chefredakteurin

Tanja Ochs arbeitet seit 2000 bei der Heilbronner Stimme, war lange Lokalredakteurin und verantwortlich für den Bereich Bildung. Sie ist Regionalchefin und stellvertretende Chefredakteurin sowie Vorsitzende der Sozialaktion „Menschen in Not“.

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