Radservice-Punkte am Kurhaus Bad Rappenau und am Neckartalweg in Heinsheim

Bad Rappenau  Luftpumpe und eine große Werkzeugauswahl - die zwei neuen Reparaturstationen für Fahrräder sind jetzt in Betrieb genommen worden. Werden sie gut angenommen, könnten weitere folgen. Auch Ladesäulen für E-Bikes sind im Gespräch.

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Zur Einweihung des Radservice-Punkts am Kurhaus legt Oberbürgermeister Sebastian Frei selbst Hand an und pumpt Luft in die Reifen.

Foto: Elfi Hofmann

Wenn bei der Radtour plötzlich der Reifen platt ist oder der Rahmen klappert, haben die wenigsten Menschen Werkzeug dabei, mit dem der Schaden behoben werden kann. Wenn das rund um den Kurpark passiert, kann seit vergangener Woche schnell Abhilfe geschaffen werden. Denn direkt neben dem Bad Rappenauer Kurhaus wurde ein Radservice-Punkt installiert, der nicht nur über eine Luftpumpe verfügt, sondern auch allerlei Werkzeug bereit hält.

Stark frequentierte Strecke

Zur Verfügung gestellt wird die Reparatursäule von der Initiative Radkultour. "Wir haben uns ganz einfach dafür beworben", erzählt Oberbürgermeister Sebastian Frei, während er ein Fahrrad auf die Station hebt und direkt die Luftpumpe ausprobiert. Eine weitere Säule wird in Heinsheim direkt am Neckartalweg installiert. Diese Strecke sei stark frequentiert, deshalb lohne sich dieser zweite Punkt, so der OB.

Damit erfüllt die Stadt eine der Anforderungen der Initiative: In einem Leitfaden heißt es, dass ein Ort gewählt werden soll, an dem "potenziell viel Radverkehr zu erwarten ist". Außerdem soll die jeweilige Gemeinde Paten organisieren, die die Säulen im Blick behalten. "Wir haben bereits einige Ehrenamtliche, die das übernehmen würden", sagt Birgit Böhm von der Stadtverwaltung. Sie sollen ab und an nach dem Rechten schauen und eventuelle Beschädigungen melden.

Die Säule ist im Boden fest verankert, die einzelnen Werkzeuge können an Kabeln herausgezogen, nicht aber mitgenommen werden. So sollen Diebstähle verhindert werden, denn der Service-Punkt ist mit fast 2000 Euro nicht gerade günstig. "Das Landratsamt hat einen Teil der Kosten übernommen", erklärt Böhm. Auch in der Unterhaltung werde die Stadt in Zukunft unterstützt. Die Standorte in der Kernstadt sowie in Heinsheim sind auch in der neuen Radbroschüre aufgeführt.

Die Tür zu weiteren Stationen ist offen

Für Sebastian Frei sind die zwei Säulen aber nicht nur eine Möglichkeit, das eigene Rad in grundlegenden Dingen auf Vordermann zu bringen: "Die Punkte sollen auch eine Symbolwirkung haben und zeigen, wie wichtig Fahrräder als Fortbewegungsmittel im Klimawandel sind", sagt der OB. Weitere Stationen kann er sich durchaus vorstellen, möchte jetzt allerdings erst einmal abwarten, wie das Angebot genutzt wird. "Die Tür halten wir uns natürlich weiterhin offen."

Offen ist auch, ob und wann der Service-Punkt um eine Aufladestation für E-Bikes ergänzt wird. Möglich wäre auch das. "Wir haben bewusst diesen Standort gewählt, weil hier durch das Kurhaus ein Stromanschluss vorhanden wäre", sagt Birgit Böhm. Da auch zwei Ladesäulen für Autos bereits in Auftrag gegeben wurden, könne man diese dann bei Bedarf miteinander kombinieren. Ebenso sei eine Ladestation am Rathaus vorstellbar, erklärt Frei.


Elfi Hofmann

Elfi Hofmann

Autorin

Elfi Hofmann ist seit April 2019 bei der Heilbronner Stimme und dort vor allem im Kraichgau unterwegs. Sie ist für Bad Rappenau, Siegelsbach und Hüffenhardt zuständig und gehört dem Thementeam Umwelt an.

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