Neue Sportgeräte und ein schicker Pavillon am Elsenzer Badesee

Eppingen  Die Freizeiteinrichtungen im Eppinger Ortsteil Elsenz werden deutlich aufgewertet. Die neue Calisthenics-Anlage am See wird erst freigegeben, wenn die Erläuterungen zu den neuen Corona-Lockerungen vorliegen.

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Schritt für Schritt bis zur Eröffnung: Der Ortsvorsteher von Elsenz, Mike Frank, probiert eines der neuen Bewegungsgeräte aus. Foto: Jörg Kühl

Es ist schon ein kleines Dilemma: Die neue Calisthenics-Anlage ist endlich fertig und die Elsenzer dürfen sie noch nicht ausprobieren. Zumindest einige Tage müssen sich die Bürger noch gedulden. "Wir warten noch auf eine verbindliche Ansage, wie die Spiel- und Bewegungsplätze sukzessive geöffnet werden", erläutert Eppingens Stadtsprecher Sönke Brenner. Geklärt werden müsse etwa die Frage, wie man die Mindestabstände auf Spielgeräten organisieren kann.

Calisthenics ist eine Form des körperlichen Trainings im Außenbereich. Dabei wird das eigene Körpergewicht eingesetzt. Die Idee, in Sichtweite des Badesees in Elsenz eine solche Anlage zu installieren, ist bereits im Mai 2017 erstmals vorgestellt worden. Ein Konzept wurde dem Gemeinderat im Juni 2018 präsentiert, zuvor war der Ortschaftsrat im Mai 2018 in die Überlegungen einbezogen worden.

Die Gesamtkosten der Anlage in Höhe von 95.000 Euro werden durch das Förderprogramm Leader zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten kofinanziert.

Warum das Seehaus kaum wiederzuerkennen ist

Die Calisthenics-Anlage ist nicht die einzige Neuerung am Elsenzer Badesee. Das Seehaus ist nicht wiederzuerkennen. Hatten sich die Besucher in der Vergangenheit an das Sammelsurium unterschiedlicher Bauteile gewöhnt, so wird das generalsanierte und vergrößerte Gebäude ein harmonisches Gesamtbild abgeben.

Im Inneren finden gerade Elektro- und Malerarbeiten statt. Noch ist die Fassade unverkleidet. In einem weiteren Schritt werden vorgegraute Holzpaneele waagrecht an die vertikalen Latten angebracht. "Die Holzhülle soll an die ortstypischen Tabakscheunen erinnern", erläutert Architekt Peter Frey, der als Leiter der Abteilung Hochbau in der Stadtverwaltung beschäftigt ist. Der Fassadengestaltung hatte der Ortschaftsrat im vergangenen September mit deutlichem Votum zugestimmt. Die Generalsanierung des Seehauses ist mit 240 000 Euro im Stadthaushalt verankert.

Neue Sportgeräte und ein schicker Pavillon am Elsenzer Badesee

Fassade mit schickem Knick: Architekt Peter Frey ist als Leiter der Abteilung Hochbau in der Stadtverwaltung für die Neugestaltung des Seehauses in Elsenz zuständig. Foto: Jörg Kühl

Neue Pächterin sichert das gastronomische Angebot ab

Das runderneuerte Gebäude wird zwei Ausgabe-Tresen, die Küche, verschiedene Lagerräume, das Müllhaus, einen Technikraum sowie - auch das eine Verbesserung gegenüber dem vorigen Bau - barrierefreie Toiletten enthalten.

Mit der Wiedereröffnung ist auch ein Pächterwechsel verbunden. Künftig wird die Sinsheimer Gastronomin Michaela Strohmeier das Seehaus bewirtschaften. "Das Seehaus wird ein öffentliches Angebot sein, nicht nur für Badegäste", so der Sönke Brenner. Für den Ortsteil Elsenz mit seinen rund 1950 Einwohnern sei es die einzige Gaststätte. Das Seehaus wird auch externe Gäste anlocken, liegt es doch an überregionalen Rad- und Wanderwegen.

Was der See mit dem Gauditurnier zu tun hat

Der Badesee ist im Sommer hoch frequentiert. An besonders heißen Wochenenden stellt die Stadt eine Badeaufsicht bereit. "Dieser Service wird vom städtischen Bäderteam mit abgedeckt", heißt es. Gegenwärtig sind sei die Stadt im Gespräch mit der DLRG, um die Badeaufsicht weiter auszubauen.

Der Elsenzer Badesee ist Austragungsort des Gaudi-Turniers, das der Verein Hallo-Team seit 25 Jahren organisiert. Ebenfalls findet hier das Seefest statt, das der Ortschaftsrat gemeinsam mit den Vereinen stemmt.


Jörg Kühl

Jörg Kühl

Autor

Jörg Kühl arbeitet seit 2020 als Redakteur der Heilbronner Stimme.

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