Eppingens Verkehrskreisel werden für die Gartenschau rund gemacht

Eppingen  Der technische Ausschuss beschließt eine aufwendige Bepflanzung von vier Verkehrsanlagen in der Eppinger Innenstadt. Nach einer Diskussion über Aufwand und Kosten einigte sich das Gremium auf eine Reduzierung um 50.000 Euro.

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Der Verkehrskreisel an der Mühlbachstraße ist einer von vieren, die aufwändig bepflanzt werden sollen. Im Moment ist eine Blühmischung eingesät.

Foto: Jörg Kühl

Die Bepflanzung der vier Kreisverkehre im Gartenschaujahr sorgt in Eppingen für Diskussionen. auf seiner jüngsten Sitzung hat sich der Technische Ausschuss mit dem Thema befasst. Hintergrund ist die Vorstellung eines Bepflanzungskonzepts, das die Kraichgaustadt 240.000 Euro kosten würde. Nach einer lebhaften Aussprache einigten sich die Ausschussmitglieder auf eine Deckelung der Kosten in Höhe von 190.000 Euro.

Die Karlsruher Landschaftsarchitektin Elke Ukas stellte ein auf die Gartenschau abgestimmtes Bepflanzungskonzept vor. Demnach sind den vier Kreiseln Themen zugeordnet. Der Kreisverkehr an der Rappenauer Straße ist dem Thema Tradition gewidmet, Nachhaltigkeit soll das Thema des Kreisels am Bahnhof sein, der Kreisverkehr an der Heilbronner Straße trägt laut dem Konzept den Titel Gesellschaft, und Zukunft ist das Motiv des Kreisverkehrs an der Mühlbacher Straße.

Seitenränder der Straße sind Teil der Planung

Die Bepflanzung ist dreischichtig vorgesehen, sie besteht aus Gerüstbildnern, Bodendeckern und Geophyten. Die Querungshilfen und Straßenränder rings um die Kreisel sind in das Konzept integriert, sie sollen ebenfalls neu bepflanzt werden.

Die Kreisel wirkten an den Einfallstraßen wie eine Visitenkarte für die Gartenschau, sie müssten ansprechend gestaltet sein, führte Elke Ukas aus. Die bestehenden Pflanzungen in den Kreisverkehren sind in den Jahren 2004 bis 2010 angelegt worden. Die Anlagen in der Rappenauer Straße, in der Bahnhof- und in der Heilbronner Straße sind überwiegend mit Lavendel bepflanzt, der allerdings in die Jahre gekommen ist. Im Kreisverkehr an der Mühlbacher Straße ist eine einfache Blühmischung eingesät. Peter Wieser und Brigitte Hilker von den Grünen lehnen das aufwendige Bepflanzungskonzept der Landschaftsarchitektin ab. Eine insektenfreundliche Blühmischung, wie am Kreisel Mühlbachstraße, sei völlig ausreichend. "20.000 Euro pro Kreisel, dann guckt man, was man damit machen kann", schlug Brigitte Hilker vor. Ihren Antrag, die Gesamtkosten bei 100.000 Euro zu deckeln, wurde später mehrheitlich abgelehnt.

Worauf sich der Ausschuss letztlich festgelegt hat

Die aufwendige Gartenschau-Bepflanzung fand auch Unterstützer. "Die Kreisel gehören zur Gartenschau. Und als solche sind sie auch gärtnerisch zu gestalten", so der SPD-Mann Hartmut Kächele. Er bat, die Rosen am Bahnhofskreisel am Leben zu lassen. Andreas Oechsner (CDU) regte an, die Kreisel an heimische Gärtner als Firmenreferenz zu vergeben.

Bürgermeister Peter Thalmann sagte, es müsse möglich sein, 50 000 Euro einzusparen. Sein Kompromiss, das Auftragsvolumen auf 190.000 Euro zu begrenzen, fand schließlich eine Mehrheit im Gremium.

 

Jörg Kühl

Jörg Kühl

Autor

Jörg Kühl arbeitet seit 2020 als Redakteur der Heilbronner Stimme.

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