Volksbank Kraichgau will mit Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt fusionieren

Kraichgau  Der Grundstein ist mit der Unterzeichnung eines "Letter of Intent" gelegt, zum 1. Januar 2021 wollen die Genossenschaftsbanken fusionieren. Filialen sollen nicht geschlossen werden, Entlassungen sind ebenfalls keine geplant.

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Die Filiale der Volksbank Kraichgau in der Kirchenstraße in Bad Rappenau ist einer von 43 Standorten. Nach der Fusion der beiden Banken werden den Kunden insgesamt 58 Filialen zur Verfügung stehen.

Foto: Andreas Zwingmann

Beide Genossenschaftsbanken seien wirtschaftlich gesund und verfügen über eine gute Ausgangslage, heißt es in einer Pressemitteilung. Durch die Fusion soll eine regionale Flächenbank zwischen den Ballungszentren Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg und Heilbronn entstehen.

"Wir haben immer und zu jeder Zeit unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeitenden fest im Blick. Mit der starken Partnerschaft können wir den gewachsenen Ansprüchen der Kunden an die optimale Beratung und an die erwartete Präsenz vor Ort gerecht werden", sagen die Vorstände beider Banken.

Alle Mitarbeiter werden übernommen

Die Fusion solle Mitarbeitern und Kunden Vorteile bringen und die Leistungsfähigkeit der neuen Gesamtbank erhöhen. Arbeitsplätze werden der Verschmelzung nicht zum Opfer fallen, alle Mitarbeiter sollen übernommen werden. Ähnlich verhält es sich mit den Filialen: "Grundsätzlich sind fusionsbedingte Schließungen von Standorten nicht vorgesehen", so Matthias Zander, Vorstand der Volksbank Kraichgau, auf Nachfrage der Kraichgau Stimme.

Das regional geprägte Filialnetz werde aufrecht erhalten - unter permanenter Prüfung der Wirtschaftlichkeit. Derzeit unterhält die Volksbank Kraichgau 43, die Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt 15 Filialen. Alleine in Eppingen gibt es sechs Niederlassungen, in Bad Rappenau fünf. Vor Ort sollen weiterhin gemeinnützige, soziale und kulturelle Projekte sowie Vorhaben für Vereine und Schulen gefördert werden. Ein weiteres Ziel der Verschmelzung sei, Stärken wie Regionalität, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Kundennähe zu erhalten und auszubauen.

Durch die Verbindung und die Bildung größerer und leistungsfähiger Betriebseinheiten erhoffen sich die Vorstände auch eine Dämpfung der steigenden Kosten. Der Anspruch der Privat- und Firmenkunden nach umfassender und kompetenter Beratung steige stetig.

Weichen für gemeinsame Zukunft stellen

"Wir sind davon überzeugt, dass wir ein gutes neues Kapitel für beide Genossenschaftsbanken aufgeschlagen haben, das sich für alle Beteiligten positiv auswirken wird. Die Weichen für eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft sind gestellt, wir sichern die Zukunftsfähigkeit der Genossenschaftsbank in der Region", so das unisono formulierte Abschluss-Statement der Vorstandsmitglieder.


Elfi Hofmann

Elfi Hofmann

Autorin

Als Redakteurin kümmert sich Elfi Hofmann seit April 2019 um Bad Rappenau, Siegelsbach, Massenbachhausen und Zaberfeld. 

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