Die Freibadsaison im Rappsodie endet an diesem Sonntag

Bad Rappenau  Eine Woche länger als geplant blieb das Bad Rappenauer Freibad geöffnet. Die Saison war genauso durchwachsen wie das Wetter. Der Saunabereich hingegen war stark nachgefragt.

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Ein Sommer, wie er dieses Jahr nicht war: durchwachsenes Wetter und nur wenige wirklich heiße Tage. Das wirkt sich auch auf die Bilanz aus.

Foto: Archiv/Hoffmann

Noch wenige Tage, dann ist auch in Bad Rappenau die Freibadsaison beendet. Am Sonntag können die letzten Besucher ihre Bahnen unter freiem Himmel ziehen, dann fällt das Gelände in den Winterschlaf. "Wir haben mit dem OB abgesprochen, dass wir um eine Woche verlängern", erzählt Betriebsleiter Timo Künzel. "Und zumindest bis zum Dienstag war das eine gute Entscheidung." An diesem Tag seien nochmal viele Familien gekommen, um das warme Wetter zu genießen.

Erleichterung bei Personal und Besuchern

Insgesamt fällt die Bilanz allerdings durchwachsen aus, denn eine wirkliche Hitzeperiode wie in den vergangenen Jahren gab es diesmal nicht. Nur zwei Tage überstieg des Thermometer während der Sommerferien die 30-Grad-Marke. Dass trotzdem seit Saisonstart - coronabedingt erst am 29. Mai - 19.000 Besucher gekommen sind, freut nicht nur Künzel. Auch Teamleiterin Daniela Finder ist erleichtert: "Gerade die älteren Besucher waren happy, dass sie wieder kommen durften und Freunde treffen konnten." Obwohl es auch dieses Jahr keine Saisonkarte gegeben habe, seien viele Stammgäste fast täglich da gewesen. "Da kam ein Stück Lebensqualität zurück", sagt Finder.

Wirtschaftlich rentiert hat sich das Freibad allerdings nicht. "Das tut es ja nie", räumt Künzel ein. Aber in den vergangenen zwei Jahren sei das Defizit natürlich noch einmal höher ausgefallen. Kein Wunder, kommen doch an guten Tagen eigentlich bis zu 3000 Gäste. Der diesjährige Spitzentag lag am 15. August. Genau 713 Personen fanden den Weg ins Freibad, 1200 wären gemäß den aktuellen Regeln insgesamt möglich gewesen. Wichtig sei, den Bürgern etwas zu bieten. Wirtschaftliche Aspekte müssten in der jetzigen Situation eben hintenanstehen.

Hohe Nachfrage im Saunabereich

Der Rappsodie-Saunabereich hingegen profitierte von dem durchwachsenen und inkonstanten Sommer. Im gleichen Zeitraum wie 2019 - im vergangenen Jahr war der Bereich bis auf wenige Wochen im Oktober ab März geschlossen - kamen 1000 Besucher mehr. "Damit sind wir sehr zufrieden", erklärt Timo Künzel.

Das oft schlechte Wetter hatte aber noch mehr Vorteile, zumindest für die Angestellten. Denn was sie sonst erst in den späten Abendstunden erledigen können, wurde in den vergangenen Wochen einfach tagsüber gemacht. "Wir haben in manchen Jahren um 22 Uhr noch Rasen gemäht", sagt Daniela Finder. Das oder Unkraut jäten habe man in diesem Sommer eben noch im Hellen tun können.

Auch wenn die Zukunft des Hallenbads samt Saunabereich noch in den Sternen steht: Die Sanierung des Freibads soll in zwei Jahren abgeschlossen werden. Dabei wird der Beckenkopf des Wellenbeckens saniert. "Die Kosten dafür werden gerade noch aufgestellt", erzählt Timo Künzel. In den vergangenen Jahren waren bereits Schwimmerbecken, Rutsche, Sanitär- und Umkleidebereiche sowie die Technik auf den aktuellen Stand gebracht worden.


Elfi Hofmann

Elfi Hofmann

Autorin

Elfi Hofmann ist seit April 2019 bei der Heilbronner Stimme und dort vor allem im Kraichgau unterwegs. Sie ist für Bad Rappenau, Siegelsbach und Hüffenhardt zuständig und gehört dem Thementeam Umwelt an.

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