Corona-Fieberambulanz in Eppingen ist wieder in Betrieb

Eppingen  Seit Montag ist die Fieberambulanz-Praxis in der Eppinger Stadthalle tageweise wieder geöffnet. Grund sind steigende Corona-Infektionszahlen. Neu ist nun: Bestimmte Personengruppen wie Reiserückkehrer erhalten Tests auch ohne Symptome.

Von Nicole Theuer
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Die Fieberambulanz in der Eppinger Stadthalle ist wieder an einigen Tagen pro Woche geöffnet. Ein Hinweisschild leitet die Besucher.

Foto: Franz Theuer

Weitsicht bewiesen haben die Verantwortlichen bei der Stadt Eppingen, als sie die Fieberambulanz in der Stadthalle zwar vor den Sommerferien abbauen ließen, aber die Ausrüstung für einen möglichen Neustart der Einrichtung vor Ort beließen. Seit Montag ist die Fieberambulanz am Berliner Ring 18 an drei Tagen in der Woche (Montag, Mittwoch und Freitag) von 8 bis 12 Uhr wieder geöffnet. Steigende Infektionszahlen sind der Grund, vor allem bei Reiserückkehrern.

"Mal schauen, vielleicht können wir die Fieberambulanz tatsächlich bald abbauen", hält sich Sönke Brenner bei der Frage bedeckt, wie lange die Einrichtung geöffnet sein wird, die die Stadt gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung unterhält. "Eventuell", so die leise Hoffnung des Leiters der Stabsstelle des Oberbürgermeisters, "können wir die Einrichtung etwa zwei Wochen nach Schulstart wirklich schließen."

Tests gibt es nur mit Überweisung vom Arzt - es sei denn, man gehört zu bestimmten Personengruppen

Ausdrücklich wird auf der Homepage der Stadt darauf hingewiesen, dass nicht jeder zur Fieberambulanz kommen kann, der sich krank fühlt und Erkältungssymptome aufweist. "Die hausärztliche Praxis ist weiterhin die erste Anlaufstelle für die Patienten", heißt es in der Mitteilung. In der Fieberambulanz würden Patienten mit grippalen Symptomen untersucht, behandelt und auf Sars-Cov-2 getestet, wenn dies beim eigenen Hausarzt nicht möglich ist. Deshalb, so ist weiter zu lesen, könnten Test und Behandlung weiterhin nur gegen Vorlage einer Überweisung des Hausarztes durchgeführt werden.

Erstmals eröffnet wurde die zentrale Fieberambulanz für den westlichen Landkreis im Frühjahr, als die Pandemie Deutschland und die Region erreichte. Zu jener Zeit waren Auslandsreisen noch strikt untersagt. Nach den Lockerungen in den vergangenen Wochen sind Urlaubsreisen wieder möglich, so dass sich - und das ist die Neuerung - zusätzlich bestimmte Personengruppen ohne Symptome kostenfrei testen lassen können. Zu diesen Personengruppen zählen laut der Mitteilung Reiserückkehrende aus dem Ausland, die sich voraussichtlich noch bis kommenden Dienstag gegen Vorlage des Flugtickets, der Bahnfahrkarte, von Hotel- oder Tankquittungen oder ähnlichen Nachweisen über einen Auslandsaufenthalt testen lassen können.

Getestet werden auch Personen, "die vom Gesundheitsamt zur Testung aufgefordert werden, weil sie gegebenenfalls als Kontaktperson ermittelt wurden, sowie Lehrkräfte und Beschäftigte in Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege." Für die letztgenannte Personengruppe gilt das Angebot voraussichtlich bis zum 30. September.

Zwei Tests sind besser als einer

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses in häusliche Quarantäne begeben. Wer sich bei der Einreise in die Bundesrepublik testen lässt und einen negativen Befund erhält, sollte nach fünf bis sieben Tagen einen zweiten Test machen.


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