Blumenpracht auf der Eppinger Gartenschau barrierefrei bestaunen

Eppingen  Eine Rampe für Rollstuhlfahrer wurde am westlichen Ende des Gartenschaugeländes in Eppingen montiert, um das Gelände barrierefrei zu machen.

Von Nicole Theuer
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Diese Rampe überwindet im westlichen Teil des Gartenschaugeländes den Höhenunterschied zwischen Altstadtpromenade und Leiergasse.

Foto: Franz Theuer

Unaufhörlich rückt der Beginn der Gartenschau in Eppingen näher. Noch knapp zweieinhalb Monate, dann wird die Schau zwischen Bürgerpark und Mühlbacher Straße eröffnet. Verständlich, dass an vielen Stellen vermehrt Hand angelegt wird, damit das Gelände pünktlich zum ersten Öffnen der Tore am 7. Mai hergerichtet ist.

Viele Baustellen auf dem Gelände biegen auf die Zielgerade ein

So wurde Anfang des Jahres der Altstadtring für den Verkehr gesperrt, um im Bereich zwischen Discounter-Einfahrt und Einmündung Parkweg mit dem Bau des Haupteingangs zu beginnen. Wenige Meter weiter sind Handwerker mit dem Bau der Seeterrasse am Stadtweiher beschäftigt. Weiter in Richtung Westen die nächste Großbaustelle, der "Schwanen", dessen Sanierung rund 900 000 Euro teurer als geplant wird. Wer dahinter auf der Altstadtpromenade weiter in Richtung Westen flaniert, kommt an den historischen Gärten vorbei.

Doch ein paar Schritte weiter, gegenüber dem Platz, an dem das große Zelt aufgebaut werden soll, tat sich für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen bislang eine große Hürde auf, wenn die Besucher vom Bachwegle und der Altstadtpromenade in die Altstadt gelangen wollen. Zwischen dem Bachwegle und der Leiergasse gibt es einen großen Höhenunterschied. "Generell ist das komplette Gartenschaugelände barrierefrei gestaltet", teilt Sprecherin Vanessa Heitz auf Anfrage der Kraichgau Stimme mit. Um das zu erreichen, seien Geländeteile angepasst und gegebenenfalls aufgeschüttet worden, um das unterschiedliche Bodenniveau anzugleichen.

Die neue Rampe ist eine Spende zweier Firmen

Da diese Lösung zwischen Bachwegle und Leiergasse am dortigen Treppenaufgang nicht praktikabel war, taten sich der Eibensbacher Gerüsthersteller Layher und die Mühlbacher Gerüstbaufirma Diehlmann zusammen und errichteten eine rollstuhlgerechte Rampe. "Die Gerüstteile werden der Stadt für die Dauer der Gartenschau kostenlos zur Verfügung gestellt", sagt Geschäftsführer Michael Diehlmann, "und wir spenden einen Teil der Arbeitsleistung für den Aufbau der Rampe."

Steigung Bei kräftigem Schneefall bauten die Mühlbacher Spezialisten die Rampe am Grund des Parkdecks an der Leiergasse auf. Damit die Rampe befahrbar ist, darf sie nicht mehr als sechs Prozent Steigung haben. Deshalb schlängelt sich das temporäre Bauwerk in großzügigen Serpentinen vom Bachwegle auf das Parkdeck.

Zahlreiche Brücken entstehen auf dem Gartenschau-Gelände

Eine ähnliche Konstruktion ist auch im östlichen Teil des Geländes noch geplant, wie Vanessa Heitz berichtet. "Wo eine Brücke über Elsenz oder Hilsbach benötigt wird, wird ein Übergang gestellt", sagt sie. Vier Brücken seien bereits fertig, zwei am Bachwegle und zwei am Weiherpark, die dauerhaft bleiben. Eine temporäre Brücke entsteht als Übergang vom ehemaligen Wohnmobilstellplatz über den Hilsbach zu den Festwiesen.

 

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