Baugebiet in Stebbach auf den Weg gebracht

Gemmingen  In Stebbach kommen im nächsten Frühjahr 56 Plätze auf dem Markt, die Gemeinde führt das Wohnbaugebiet Helde II fort. Die Nachfrage ist da: In den zurückliegenden Jahren haben sich Gemmingen und Stebbach als Wohnorte überproportional weiterentwickelt.

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Die Gemeinde Gemmingen weist in Stebbach das Wohnbaugebiet Helde II, 2. Bauabschnitt, aus. 56 Bauplätze kommen im Frühjahr 2021 auf den Markt.

Foto: Plapp-Schirmer

Das Baugebiet Helde II, 2. Bauabschnitt, in Stebbach ist auf dem Weg: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt, den Entwurf erneut offenzulegen. Geht alles nach Plan, werden noch in diesem Jahr alle rechtlichen Fragen geklärt. Bürgermeister Timo Wolf schätzt, dass die Erschließung im nächsten Frühjahr beginnen kann. Dann sollen auch die Bauplätze auf den Markt gebracht werden.

Was lange ruht, wird nun gut

Der erste Teil des neuen Wohnbaugebiets kam bereits 2007 auf den Markt. Der zweite Abschnitt ruhte. Doch auch, wenn in Gemmingen der Fokus in den zurückliegenden Jahren auf der Innenentwicklung lag, wurde der planerische Wille der Gemeinde, das Wohnbaugebiet Helde vollständig zu entwickeln, nie aufgegeben.

Allerdings hat sich zwischenzeitlich viel verändert: Der Bebauungsplan musste geltendem Recht angepasst werden, "das betrifft insbesondere die Aspekte der Regenwasserabführung und die Belange des Artenschutzes", heißt es in der Vorlage zur Gemeinderatssitzung am zurückliegenden Donnerstag.

Das Entwässerungskonzept wurde zwischenzeitlich geändert: Vorgesehen sei nun eine Entwässerung im Trennsystem, sagte Rathausmitarbeiterin Stephanie Mehl. Das Wasser soll durch einen sogenannten Multro-Schacht in einem Graben über den Nachtigallenweg und entlang der Hauptstraße geführt werden. Durch die unterhalb des Nachtigallenwegs liegende Treppenanlage muss eine Leitung für das Oberflächenwasser gebaut werden, der Schmutzwasserkanal wird dort an die Kanalisation angeschlossen.

Um den Belangen des Artenschutzes Rechnung zu tragen, hat die Gemeinde Gemmingen einen Fachbeitrag Artenschutz in Auftrag gegeben, der die aktuelle Situation auf Grundlage einer Begehung vom März bis Juni 2016 überprüft.

Artenschutz stellt kein Problem dar

Dabei geht es vor allem um europäische Vogelarten sowie in Baden-Württemberg vorkommende Tier- und Pflanzenarten. Eine Gefahr für das Gesamtprojekt stellt dieses Thema nicht dar. Im nächsten Schritt werden die Pläne nun erneut offengelegt, Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange werden beteiligt.

"Im ersten Halbjahr hatten wir viele Termine bei Anwälten und im Landratsamt", sagte Bürgermeister Timo Wolf. "Jetzt haben wir ein Ergebnis, mit dem wir arbeiten können." Ziel der Gemeinde sei es, die Bauplätze so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen.

Zum Preis konnte Timo Wolf noch keine Angaben machen: "Den kennen wir noch nicht." Man wolle Kostensicherheit haben. Erst wenn das Ausschreibungsergebnis für die Erschließungsarbeiten vorliegt, können auch die Quadrameter-Preise berechnet werden.

Mit dem Wohngebiet Helde II soll die Entwicklung an das bestehende Wohngebiet "Helde" fortgeführt werden. Die Fläche ist 3,17 Hektar groß, die Entwicklung soll in zwei Abschnitten erfolgen - "je nach Marktlage", schreibt das Gemminger Architektenbüro Völkel. Derzeit werde die Hanglage noch intensiv ackerbaulich genutzt.

Neuanschluss an die Hauptstraße

Erschlossen wird das Wohnbaugebiet über einen Neuanschluss an die Hauptstraße. Insgesamt 15 öffentliche Stellplätze sind eingeplant, Einen Spielplatz gibt es nicht - zur Natur sind es nur wenige Meter. Außerdem soll in guter Erreichbarkeit am Dorfplatz ein zentraler Spielplatz entstehen.

Des Weiteren sei eine Anlage in der Stebbachaue angrenzend an die Raingartenstraße vorgesehen: "Dieser Standort liegt unmittelbar hangabwärts unterhalb des Planungsgebiets", schreiben die Planer. Die bebaubare Fläche in der Helde II, 2. Bauabschnitt, soll 2,5 Hektar betragen, 56 Bauplätze soll es geben. Die durchschnittliche Bauplatzgröße beträgt 4,4 Ar.


Ulrike Plapp-Schirmer

Ulrike Plapp-Schirmer

Autorin

Ulrike Plapp-Schirmer ist seit 1993 bei der Heilbronner Stimme. Sie ist für Bad Rappenau und Gemmingen zuständig, gehört dem Thementeam Gesundheit an und rezensiert regelmäßig Bücher.

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