Stadtcarré als Glücksfall für Bad Rappenau

Bad Rappenau  Wohnen und Einkaufen: Dafür steht das Stadtcarré in der Bad Rappenauer Innenstadt. Das Gebäude steht seit zehn Jahren und hat sich für die Stadt gelohnt, sagt OB Hans Heribert Blättgen.

Von Simon Gajer
Email
Stadtcarré als Glücksfall für Bad Rappenau
Wohnen und Einzelhandel: Dafür steht das Stadtcarré beim Bad Rappenauer Bahnhof. Es brachte einen Schub für die Innenstadt. Fotos: Archiv

Mit der Entwicklung, die mit dem Stadtcarré eingesetzt hat, ist der OB sehr zufrieden. Den Gebäudekomplex hatte der Heilbronner Projektentwickler Kruck + Partner auf den Weg gebracht. 

"Der Schwerpunkt der Innenstadt hat sich zwar in Richtung Bahnhof verlagert, aber das Stadtcarré hat die Innenstadt deutlich aufgewertet." Das belegten Zahlen, sagt er im Gespräch mit stimme.de. So hätten mehrere Gutachten die Handelsentwicklung in der Stadt analysiert. Wichtige Kennzahl dabei ist die sogenannte Kaufkraftbindung. Sie sagt aus, welcher Prozentsatz des verfügbaren Einkommens der Bürger in der Stadt bleibt.

Stadtcarré als Glücksfall für Bad Rappenau

"Eine Expertise von 1999 sagte, dass die Stadt eine Kaufkraftbindung von etwas über 50 Prozent hatte", weiß Blättgen. "Das heißt, dass damals die Hälfte des Gelds in anderen Städten ausgegeben wurde." Vor allem durchs Stadtcarré sei die Kaufkraftbindung auf über 60 Prozent angestiegen. "Durch die Schlossarkaden kam ein weiterer Schub. Zurzeit stehen wir bei 70 bis 75 Prozent."

Stadtcarré als Glücksfall für Bad Rappenau
Ein besonderer Akzent: Der überdachte Innenhof bei den Mietwohnungen für die über 60-Jährigen. Die evangelische Sozialstation ist mit im Haus.

Blättgen ist überzeugt davon, dass die Entwicklung weiter nach oben gehe, wenn Lidl seinen neuen Markt bezieht und Müller in die bisherigen Räume des Discounters geht.

Blättgen ist überzeugt davon, dass das Stadtcarré für die Stadt ein Glücksfall war. "Die Stadt hatte schon die Grundstücke für einen anderen Investor gekauft, der dann aber absprang", erzählt der Rathauschef. "Erst danach kam Kruck + Partner ins Boot." Seiner Ansicht nach haben sich die Heilbronner sehr große Mühe gegeben, was die Architektur und die Geschäfte angeht. "Das war der Beginn einer sehr engen Beziehung. Der Projektentwickler hat seither drei Häuser in der Salinenstraße gebaut, jetzt entsteht ein Hotel am Rappsodie, und gegenüber baut er noch ein Wohnquartier."

 

 

 
 

Kommentar hinzufügen