Spielplatz ist einigen Siegelsbachern zu gefährlich

Siegelsbach  Teile des Spielplatzes in der Siegelsbacher Schubertstraße sind in keinem guten Zustand. Die Stadt reagiert jetzt auf eine Beschwerde.

Schrauben des Anstoßes

Es sind zwar nur zwei kleine Schrauben, die hervorstehen. Bleibt ein Kind aber daran hängen, tut das mindestens weh.

Foto: Elfi Hofmann

Früher saß Manfred Matzke im Gemeinderat in Siegelsbach. Heute ist er regelmäßiger Besucher der Zusammenkünfte und nutzt die Fragestunde zu Beginn als Bürger ebenso regelmäßig, um auf verschiedene Aspekte aufmerksam zu machen. "Die Gemeinde liegt mir am Herzen", sagt er. Seit einigen Wochen brennt ihm vor allem der Spielplatz in der Schubertstraße auf der Seele. Der ist laut Matzke, der um die Ecke wohnt, in keinem guten Zustand und an einigen Stellen "sehr gefährlich".

Abgeblätterte Farbe, kein Sand

Der Spielplatz liegt etwas versteckt und ist über einen schmalen Pfad zu erreichen. Unter großen Nussbäumen stehen eine Wippe, Schaukeln und Klettergerüste. Seine besten Tage hat das Gelände hinter sich, das sieht man auf Anhieb. Die Farbe blättert von den Geräten, der Sand im Sandkasten ist schon lange von Gras und Unkraut verdrängt worden.

Nicht schön, aber nicht lebensgefährlich

Der Stein das Anstoßes ist für Manfred Matzke allerdings nicht die Optik, sondern der Zugang zur Rutsche. Die ist entweder über eine Leiter oder eine Rampe mit Seil zu erreichen. Und an dieser Rampe stehen an der Stelle, an der das morsche Holz weggebrochen ist, zwei Schrauben hervor. "Es geht mir hauptsächlich um die Sicherheit der Kinder", sagt Matzke. Es müsse nicht sein, dass man weiß, dass sich jemand verletzen könnte und nichts unternommen werde. Damit spricht er auch direkt Tobias Haucap an. Der Siegelsbacher Bürgermeister weiß, dass der Spielplatz kein optischer Höhepunkt ist. "Lebensgefährlich ist er aber nicht", betont er.

Holz wird ausgetauscht

Die letzte Kontrolle sei im Frühjahr gewesen, damals haben die Schrauben noch nicht herausgestanden. Der Bauhof mache zudem in regelmäßigen Abständen wie beim Leeren der Mülleimer eine zusätzliche Sichtkontrolle. Dabei habe man die Schrauben übersehen. Das Problem sei wohl durch die Verwitterung des Holzes im Laufe des Jahres entstanden. "Für das kommende Jahr ist eine Überarbeitung des Spielplatzes unter Einbindung der Nutzer, insbesondere der Kinder, vorgesehen", sagt Haucap auf Nachfrage der Kraichgau Stimme. Das morsche Stück Holz werde so schnell wie möglich ausgetauscht.

Dass ein Spielgerät weggefallen ist und nie ersetzt wurde, stört ihn zwar genauso wie der optische Zustand zwei kleiner Schaukelpferde, deren Farbe kaum noch wahrzunehmen ist. Auch der verschwundene Sand sei unschön. Letztendlich möchte Matzke aber vor allem eines: Dass die Gefahr beseitigt wird und sich kein Kind an den Schrauben verletzt: "Wenn man die Sanierung aufschiebt, sollte man die Unfallgefahr beseitigen."


Elfi Hofmann

Elfi Hofmann

Autorin

Als Redakteurin kümmert sich Elfi Hofmann seit April 2019 um Bad Rappenau, Siegelsbach, Massenbachhausen und Zaberfeld. 

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