Premiere des Eppinger Open Air ist geglückt

Eppingen  Die Premiere ist gelungen. Vier Bands, knapp fünf Stunden Livemusik vom Feinsten, angenehme Temperaturen, zufriedene Besucher: So lautet das kurze Fazit für das erste Eppinger Open Air auf dem Gelände des Reitervereins an der Talstraße.

Von Nicole Theuer

Premiere ist geglückt

Die Tube Creeks waren der Opener beim ersten Eppinger Open Air. Die Gruppe bot feinsten Coverrock mit eigenen Interpretationen.

Foto: Franz Theuer

"Es ist nur schade, dass wir so früh beginnen mussten", sagt Thomas Wabbel, einer der beiden Pächter des Reiterstübles und - gemeinsam mit seinem Kompagnon Daniel Hautzinger - einer der Gastgeber. "Die Tube Creeks sind schon fast fertig und erst jetzt kommen langsam die Besucher", sagt Wabbel. Er hofft: "Vielleicht bekommen wir nächstes Mal eine Konzession, die uns erlaubt, länger als bis 23 Uhr spielen zu lassen."

Das letzte Livekonzert dieser Art unter freiem Himmel ist lange her. "Das könnte so in den 80er Jahren, in den Zeiten des damaligen Jugendzentrums gewesen sein", vermuten die älteren Protagonisten am Samstagabend. "Danach gab es in dieser Form nichts mehr."

Freier Eintritt

Die Besucher strömen immer zahlreicher auf das Gelände. Viele sind angenehm überrascht, dass die querstehende Bierbank am Eingang nicht bedeutet, dass eine Gebühr kassiert wird, sondern sie einfach als kleine Begrenzung des Geländes dient. Denn Hautzinger und Wabbel verzichten bewusst auf Eintritt. "Wir wollen was für Eppingen, für die Bevölkerung machen. Und es sollen viele kommen. Da ist es dann gut, wenn der Eintritt frei ist", sind sich die Gastronomen einig.

Der Name der Tube Creeks ist eine freie Übersetzung von Rohrbach, dem Heimatort der Band. Die Gruppe bietet feinsten Coverrock mit eigener Interpretation. Eine ähnliche Schiene bedient die Road Crew, eine ehemalige Schülerband, die sich vor 33 Jahren gegründet hat und deren Mitglieder sich danach aus den Augen verloren haben. Vor rund einem halben Jahr fanden sie sich wieder und beschlossen die Reunion.

Eigene Songs

Def Tom hat harte Sachen aus den 60er und 70 Jahren im Repertoire. Der vierte Protagonist ist die Band Schlldrck, die es seit zehn Jahren gibt und die bewusst auf die Vokalen verzichtet. Schlldrck covert nicht, das merken die Zuhörer an diesem lauen Abend schnell. Die Band spielt seit drei Jahren nur noch eigene Songs mit deutschen Texten. Es sind heimatverbundene Texte mit Tiefgang.

"Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei", sehen sich Hautzinger und Wabbel bestätigt. Mit der Bandauswahl so finden sie, haben sie den richtigen Riecher bewiesen. Deshalb heißt es am Ende: "Auf ein Neues in 2020."


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