Pfründers Wiederwahl in Sulzfeld: Guter Job

Kommentar  Sarina Pfründer hatte in Sulzfeld keine echte Konkurrenz. Das hat auch mit ihrer Bilanz zu tun, kommentiert Alexander Hettich.

Alexander Hettich
Alexander Hettich

Sarina Pfründer bleibt Bürgermeisterin in Sulzfeld. Das ist keine Überraschung, die Konkurrenz war schwach. Mit ihr bewarben sich eine Dauerkandidatin, der zugereiste Vertreter einer rechten Splitterpartei und eine Sulzfelderin, die zwar hehre Motive gehabt haben mag, aber auch keine echten Ambitionen.

Vielleicht traute sich auch kein ernsthafter Bewerber, weil es an der Bilanz der Bürgermeisterin wenig auszusetzen gibt. Sie hat in Sulzfeld einiges bewegt, seit sie vor acht Jahren die Nachfolge des langjährigen Bürgermeisters Eberhard Roth antrat. Dabei hatte sie es gleich mit ganz großen Brocken zu tun. Die Sanierung der Ravensburghalle galt als der finanzielle Kraftakt schlechthin. Die anstehende Millioneninvestition in die Schule stellt auch das noch einmal in den Schatten. Die Bürgermeisterin erwies sich dabei als geschickte Strategin im Dickicht der Förderprogramme.

Zuletzt stoppte sie das Schulprojekt, um auf einen Sonderfonds des Bundes zu warten. Der Lohn ist Millionen-Hilfe aus Berlin. Pfründer ging auch unpopuläre Wege. So wurde eine Sonderrücklage aus dem Verkauf des E-Werks, die in Sulzfeld als heilige Kuh galt, aufgelöst. Im Moment sieht es so aus, als könne Sulzfeld die immensen Herausforderungen meistern. Das ist nicht zuletzt der Verdienst der Rathauschefin. Angesichts des Bewerberfeldes hatten die Sulzfelder nicht wirklich eine Wahl. Sie haben trotzdem eine gute Wahl getroffen.

 

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