Ortsdurchfahrt Fürfeld soll noch 2019 fertig werden

Bad Rappenau  Die Sanierung der B39 im Bereich der Ortsdurchfahrt in Bad Rappenau-Fürfeld bringt einiges an Aufregung mit sich. Bürger sorgen sich etwa darum, ob die traditionelle Kerwe stattfinden kann.

Von Nicole Theuer
Eine Umleitung für die Kerwe
Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Fürfeld läuft auf Hochtouren. Wenn die Witterung mitmacht, soll das Projekt dieses Jahr noch zum Abschluss kommen. Foto: Nicole Theuer

Eine gute Nachricht gab es beim Vor-Ort-Termin dafür gleich am Anfang: "Die Kerwe findet wie geplant an ihrem angestammten Ort statt", sagte Planer Christopher Wieder vom Ingenieurbüro Willardt. Die Entscheidung ist das Ergebnis eines Gesprächs mit allen Verantwortlichen. "Das Problem ist, dass die Umleitung mitten durch den Festbereich verläuft und wir diese für die drei Festtage verlegen müssen." Die Vereine können zwischen dem 14. und 16. September zur Kerwe laden.

Gar nicht mal so schlecht sieht es bei der Baustelle selbst aus, unterstrich Erich Haffelder, Leiter des Tiefbauamts der Stadt Bad Rappenau. Voraus schickt er, "dass die Kanäle und der Straßenbelag im Bereich der Ortsdurchfahrt marode waren." Das habe sich nochmal gezeigt, als im Bereich der Sinsheimer Straße der Straßenbelag entfernt wurde und dabei die Bordsteine weggebrochen sind. Schnelles Handeln war gefragt. Außerplanmäßig mussten die Fahrbahnränder erneuert werden, was wiederum zu einer Verlängerung der Maßnahme geführt hat.

"Inzwischen konnten wie die Kanalerneuerung zwischen Schlossbergstraße und Treschklinger Straße abschließen", sagte Haffelder, "im weiteren Verlauf der Straße führen wir punktuelle Kanalsanierungen durch."

Roboter soll Schäden beheben

Zu diesem Zweck wird der Kanal mit einem kleinen Roboter befahren, "erst wenn es nicht möglich ist, Schäden mittels dieses Roboters zu beheben, graben wir auf." In diesem Zusammenhang werden auch die Hausanschlüsse untersucht und gegebenenfalls saniert. Doch nicht nur der Mischwasserkanal wurde erneut, der Wasserzweckverband hat die Hauptwasserleitung nebst den Hausanschlüssen erneuert.

Nachdem die Arbeiten im Untergrund weitgehend abgeschlossen sind, beginnt die Pflasterung der Gehwege. "Wir erneuern sie ab der Heilbronner Straße bis knapp vor die Tankstelle", erklärte Erich Haffelder. In diesem Zusammenhang würden auch die Bordsteine an der Bushaltestelle ersetzt, "so dass künftig ein behindertengerechter Einstieg gegeben ist." Am Ende wird der Asphaltbelag aufgebracht. Eine Maßnahme, die in den Verantwortungsbereich des Regierungspräsidiums Stuttgart fällt.

Den Schwerlastverkehr berücksichtigen

"Die ganze Maßnahme ist nicht einfach", fasste Wieder die letzten Wochen und Monate zusammen. "Die Straße hat als Umleitungsstrecke für die Autobahn eine hohe Bedeutung." Was Zeit in Anspruch nehme, so der Fachmann, sei der Aufbau des Unterbaus. "Hier brauchten eine stärkere Schotterschicht als bei anderen Straßen, einfach deshalb, weil hier auch Schwerlastverkehr durchrollt."

Jürgen Ebert, Chef der bauausführenden Firma, stellt den Anwohnern ein gutes Zeugnis aus. "Wir haben dafür Sorge getragen, dass die örtliche Tankstelle immer erreichbar ist." Außerdem seien die Grundstücke entlang der Baustelle immer erreichbar gewesen. Ihm seien keine Beschwerden von Anwohnern bekannt, "die Bevölkerung zeigt sich wirklich sehr kooperativ." Läuft alles nach Plan und spielt das Wetter mit, so Eberts Versprechen, "werden wir noch dieses Jahr fertig."


Ortsdurchfahrt Kirchardt folgt im kommenden Jahr

Während die Sanierung der B39 in Fürfeld läuft, wird die Umgestaltung der B39 in der Ortsdurchfahrt Kirchardt seitens des Regierungspräsidiums erst im kommenden Jahr in Angriff genommen. Ziel dieser Umgestaltung soll ein besserer Verkehrsfluss sein. Dazu ist geplant, die Haltelinie, die sich derzeit am Übergang zwischen Hauptstraße und B39 befindet, weiter in die Hauptstraße hineinzuverlegen, damit der Kurvenradius vor allem für den Schwerlastverkehr größer wird. 

 


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