Neue Parkplätze für Hüffenhardt

Hüffenhardt  Die Gemeinde Hüffenhardt schafft neue Parkplätze am Friedhof. Einzelnen Räten geht die Planung aber nicht weit genug: Sie fordern eine Entschärfung der Kreuzung.

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Ein neues Gremium mit neuen Ideen

Auf der Freifläche im Mühlweg, Ecke Staugausse, sollen Parkplätze entstehen. Einigen Gemeinderäten geht die Planung nicht weit genug.

Foto: Ulrike Plapp-Schirmer

Für die kleine Gemeinde ist es ein großes Projekt: Hüffenhardt legt in der Staugasse neue Parkplätze an. Der alte Gemeinderat hat das beschlossen. Die Planung steht, das Land hat Mittel zugesagt. Eigentlich eine klare Sache: Wenn der neue Gemeinderat da nicht ein Wörtchen mitreden wollte.

Diskussion um eine bereits beschlossene Sache

Acht Ja-, zwei Neinstimmen und eine Enthaltung: Am Ende einer langen Diskussion einigten sich die Räte darauf, die Örtlichkeit bei ihrer Klausurtagung am zurückliegenden Wochenende anzuschauen und gegebenenfalls Planungsänderungen zu fordern. Lange Zeit sah es so aus, als wollten sie das Projekt des alten Gemeinderats sogar ganz kippen.

Bürgermeister Walter Neff betonte, dass die Fördermittel dann weg wären und die Mosbacher Firma Meny als Siegerin der öffentlichen Ausschreibung Anspruch auf Schadensersatz habe. Das Rad zurückdrehen? Das wollte der Bürgermeister nicht.

Und darum geht es

Die Gemeinde hat die alte Scheune in der Staugasse, Ecke Mühlweg abgebrochen. Auf der Freifläche sollen Parkplätze entstehen, die vor allem bei Beerdigungen auf dem benachbarten Friedhof benötigt werden. Haushaltsmittel in Höhe von 115 400 Euro stehen zur Verfügung. Die Maßnahme soll im vierten Quartal beginnen.

Die Firma Meny Bau aus Mosbach gab als günstigste Bieterin ein Angebot über knapp 114 000 Euro ab. Hinzu kommen Fördermittel des Landes: An Hüffenhardt bleiben zirka 80 000 Euro hängen. Doch selbst das ist Oliver Hohenhausen (FWG) zu viel Geld für "vier, fünf weitere Parkplätze, die wir praktisch nicht brauchen".

Was Hohenhausen tatsächlich kritisierte, war die Planung, die ihm nicht weit genug geht. Gegenüber der Friedhofsmauer entstehen nämlich keine 14 bis 16 neue Parkplätze: Die bereits bestehenden Plätze werden hier reingerechnet.

Außerdem vermisst Hohenhausen Ideen zur Entschärfung der Kreuzung. Am abschüssigen Ortseingang fahren Autos von Siegelsbach her kommen mit oftmals hoher Geschwindigkeit in den Ort ein. In unmittelbarer Nähe liegt der Kindergarten.

Mühlweg verschwenken

Auch die Liste Bürger für Bürger argumentierte gegen den Bau der Parkplätze in der geplanten Form. Armin Hagendorn trug Gedanken vor, aus Sicherheitsgründen den Mühlweg zu verschwenken und die Parkplätze an die Friedhofsmauer zu rücken.

Bürgermeister Neff glaubt, dass die Schaffung der Parkplätze und die Gestaltung der gesamten Fläche wie geplant bereits Entspannung bringt, "auch für die Kinder". Er hält die Parkplätze für dringend nötig.

In der Klausurtagung 2017 sei sich der (alte) Gemeinderat einig gewesen, dass es gemacht werde, erklärte Thomas Müller (Freie Wähler). Das ändere aber nichts an der Tatsache, so BM-Stellvertreter Bernd Siegmann, dass hier nun ein neues Gremium sitze: mit neuen Ideen.


Ulrike Plapp-Schirmer

Ulrike Plapp-Schirmer

Autorin

Ulrike Plapp-Schirmer arbeitet seit 1993 bei der Heilbronner Stimme, über ein Jahrzehnt lang war sie Teil der Kraichgau Stimme in unserer Außenredaktion in Eppingen. Neben der lokalen Berichterstattung hat sie in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Literaturkritiken geschrieben. Sie gehört den Thementeams „Kultur“ und „Migration und Kirche“ an.

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